Tweet von Frauke Petry sorgt für Ärger in der AfD-Chefetage

Frauke Petry wird von den AfD-Landesvorsitzenden Berlins und Brandenburgs stark kritisiert. (Getty Images)

Mitglieder der rechtspopulistischen Partei AfD haben ihre Parteivorsitzende Frauke Petry kritisiert – Berlins und Brandenburgs Landesvorsitzende Georg Pazderski und Alexander Gauland fühlen sich übergangen, weil Petry sich für ein Treffen mit Marine Le Pen, der Vorsitzenden der französischen Front National (FN), entschieden hat.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, sei der Bundesvorstand am Montag per E-Mail von Frauke Petry über das Treffen am 21. Januar in Koblenz informiert worden. Dort sollen sowohl die beiden Parteien als auch weitere rechtspopulistische Politiker Europas zusammenkommen. Die Vorstandsmitglieder sollen daraufhin die Möglichkeit gehabt haben, ihre Einwände zu äußern.

Alexander Gauland fühlt sich übergangen – er hält ein Treffen der AfD-Parteivorsitzenden mit Marine Le Pen für unangemessen. (Getty Images)

Bevor jedoch alle Mitglieder ihre Meinung kundtun konnten, habe Petry den Termin via Twitter öffentlich verkündet. Gauland und Pazderski äußerten nun jedoch öffentlich ihre Bedenken: „Ich finde, der FN passt überhaupt nicht zu uns. Der FN ist eigentlich eine sozialistische Partei. Ich persönlich habe Vorbehalte“, heißt es laut der „FAZ“.

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Auch der AfD-Politiker Georg Pazderski ist gegen ein Treffen mit der Front National. (Getty Images)

„Aus Höflichkeit“ hätte Petry daher mit der Bekanntgabe des Termins warten sollen. Das Thema soll nun durch die Landesvorsitzenden auch im Bundesvorstand zur Sprache kommen.

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