Twitter-Gewitter: Regisseur Scott Frank für überlange Dankesrede bei Emmys kritisiert

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Weil er sich bei der Emmy-Preisverleihung nicht an seine 45-sekündige Redezeit gehalten hat, bekommt „The Queen’s Gambit“-Regisseur Scott Frank auf Twitter die volle Empörungs-Breitseite.

Scott Franks Dankesrede nach seiner Emmy-Auszeichnung für die Regiearbeit an
Scott Franks Dankesrede nach seiner Emmy-Auszeichnung für die Regiearbeit an "The Queen's Gambit". Foto: Phil McCarten / Invision for the Television Academy / AP Images

Am Sonntag wurde zum 73. Mal der „Emmy Award“ verliehen. Dabei handelt es sich um den wichtigsten Preis für Serien- und TV-Produktionen in den USA.

„Ich bin fast fertig“

Weil es zwischenzeitlich so viele Kategorien und Nominierte gibt – die offizielle Liste ist ganze 58 Seiten lang – steht die Preisverleihung unter enormen Zeitdruck. Deshalb sollen Moderationen, aber vor allem die Dankesreden der Gewinner*innen, möglichst kurz und knackig gehalten werden. Es kommt dennoch immer wieder vor, dass die frischgebackene Emmy-Preisträger*innen ihr vereinbartes Zeitfenster sprengen.

Wie Scott Frank: Der Regisseur, der für seine Arbeit an der Mini-Serie „The Queen’s Gambit“ ausgezeichnet wurde, wollte einfach nicht aufhören zu reden.

„Ich bin fast fertig“, sagte er, als bereits die Musik eingesetzt hatte, um das Ende seiner Bühnenzeit zu signalisieren. Doch Frank sprach weiter, rund eine weitere Minute lang lobte er über die Musik hinweg seine Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy.

PLEASE STOP!

Zahlreiche Twitter-User*innen haben sich danach über das Verhalten des Regisseurs empört: „Seine Rede dauerte länger als die ganze Serie“, ärgerte sich jemand. Andere antworten: „Ich war eigentlich Fan der Serie, bis sich Frank entschieden hat, diesen nicht enden wollenden Monolog zu halten. Der ging gefühlt eine Stunde.“ Oder: „Scott Frank gewinnt den Preis in der Kategorie Kurzserie und feiert das mit einer unendlich langen Dankesrede.“

Jemand anders postete ein Foto des Bildschirms, der Redner*innen beim Überziehen der Zeit in großen weißen Lettern auf rotem Grund „PLEASE STOP“ zeigt. Wenig später wird das „PLEASE“ ausgeblendet und es bleibt nur noch ein riesiges „STOP“ übrig: „Das wird übrigens gezeigt, wenn man länger als 45 Sekunden spricht.“ Franks Dankesrede dauerte gute zwei Minuten.

Geschwafel, statt Bescheidenheit

Besonders negativ fiel Frank im Vergleich zu Michaela Coel auf, die direkt nach ihm den Preis für ihr Wirken an „I May Destroy You“ erhielt. Sie fasste sich kurz und fand dabei – zumindest Twitter zufolge – die passenden Worte: „Michaela Coel hatte in ihren 30 Sekunden mehr zu sagen als Scott Frank in zwei Minuten.“ Und: „Coel hat eine kraftvolle, zugleich bescheidene Rede gehalten und sich dabei auch noch kurz gefasst. Scott Frank hat sich im Vergleich dazu wie arroganter Idiot benommen, der dreimal die Musik runterdrehen lassen wollte, um immer noch weiterzuschwafeln.“

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