Überraschendes Ergebnis: Dieses Anzeichen soll darauf hinweisen, dass sich ein Paar scheiden lassen wird

Eine Studie der Universität in Texas will herausgefunden haben, welches Anzeichen innerhalb einer Ehe auf eine Scheidung hindeutet. (Bild: Getty Images)

Man wird das Gefühl nicht los, das es heutzutage kaum noch eine Ehe gibt, die nicht in einer Scheidung endet. Das Patentrezept für eine lange und glückliche Beziehung gibt es nicht – denn jede Partnerschaft ist anders. Doch eine Studie der Universität Texas will herausgefunden haben, dass es ein bestimmtes Anzeichen in einer Ehe gibt, das eine Scheidung vorhersagt.

Im Journal of Personality and Social Psychology wurde im Jahr 2001 eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass übermäßige Zärtlichkeit in den ersten Jahren der Ehe zur Scheidung führt. Forscher der University of Texas in Austin haben dafür 13 Jahre lang 168 Ehepaare begleitet und untersucht. Darin heißt es: „Als Frischvermählte waren die Paare, die sich nach sieben oder mehr Jahren scheiden ließen, übermäßig liebevoll und anhänglich und zeigten etwa ein Drittel mehr Zuneigung als Ehepartner, die auch später noch glücklich verheiratet waren.“

Doch kann übermäßige Zuneigung tatsächlich zur Trennung führen? Yahoo sprach mit der Partnervermittlerin und Beziehungsexpertin Christa Appelt. „Ganz so pauschal lässt sich diese Behauptung natürlich nicht treffen, denn in jeder Ehe spielen ganz individuelle Faktoren wie die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Lebensumstände und Lebensziele eine tragende Rolle. Trotzdem kann es passieren, dass übermäßige Zuneigung, die gar schon einer Anhänglichkeit gleicht, schnell mit Abhängigkeit einhergeht oder verwechselt wird.

Entwickelt sich einer der Partner, oder durchaus auch beide, innerhalb der Beziehung weiter, kann dies zu einer Trennung führen, weil einem der Partner plötzlich ein Licht aufgeht und er erkennt, dass er sich selbst aufgegeben hat. Nur eine bedingungslose Liebe, ohne die Abhängigkeit vom anderen, wird dauerhaft funktionieren.“

Zudem muss übermäßige Zuneigung allein nicht der Grund für das Ehe-Aus sein, weiß die Expertin. Vielmehr ist es eine falsche Vorstellung, die die Menschen von der Liebe, der Partnerschaft oder der Ehe haben: „Oft kommen Kunden mit gewissen Ansprüchen an den Partner zu mir. Im Erstgespräch höre ich dann den Satz ‚Ich brauche einen Partner der mich glücklich macht.‘. Das ist jedoch der völlig falsche Ansatz, denn der andere ist nicht für mein Glück verantwortlich. Ich sollte zunächst mit mir selbst zufrieden und glücklich sein und jemanden suchen, der mir auf Augenhöhe begegnet, mit dem ich mich ergänzen und dieses Glück teilen kann. Genauso sollte ich offen für den anderen sein, bereit sein mich auf mein Gegenüber einzulassen und auch bereit sein an mir zu arbeiten, anstatt immer nur etwas vom anderen zu erwarten. Dann kann eine wirklich reine, tiefe und vor allem auch lange Liebe reifen.“