Überwältigend schön: Südostasiens Ladyboys

Ob Malaysia, Laos, die Philippinen oder ganz klassisch Thailand: Die schönsten Frauen haben hier oft ein kleines Geheimnis.

Schöner als die Polizei erlaubt: Lukpad Chaiyakham alias @lookpad_purimprud

Jetzt müssen sich mal alle Hater die Augen zuhalten (und von uns aus auch gleich Ohren, Nasen und Münder) denn heute geht’s um Südostasiens Ladyboys. Jeder Thailand Urlauber kennt die Geschichte von dem Typen, der in einem siffigen Club in Pattaya dieses wunderschöne Mädchen abschleppte, nur um dann auf dem Hotelzimmer festzustellen: Ist ja gar kein Mädchen! Naja, zumindest nicht so, wie er sich das vorgestellt hat.

“Wie eine Göttin!”, finden @lukpad_purimpruds follower. Wir finden: Stimmt.

Wieviel Wahres an diesem urbanen Mythos dran ist? Keine Ahnung. Wir wissen nur: Die Ladys sind verdammt heiß.

In Thailand werden ganze Schönheitskonteste nur für Ladyboys abgehalten. Wer die Krone bei „Miss Tiffany’s Universe” gewinnt, der ist ganz, ganz oben auf der Transgender-Hotlist. Zu ihnen gehört zum Beispiel: @poydtreechada. What a hottie with a body!

Elfengleich: @poydtreechada

Das finden auch @poydtreechadas 2,4 Millionen Instagram Follower. „Wow!”, „wunderschön!“ und „I love you baby!“, kommentieren sie unter ihre zahlreichen Bilder. Danach wird ganz entspannt nach Schminktipps gefragt.

Ein Teint wie ein thailändisches Schneewittchen: @poydtreechada

Aber wie kam es eigentlich dazu, dass Transsexuelle in Südostasien so präsent sind? Ob Laos, Thailand oder die Philippinen – Transsexuelle wirken hier extrem offen und werden scheinbar weitaus weniger angefeindet, als das in Europa oft der Fall ist. Es gibt allerlei Theorien dazu. Eine davon, die der thailändischen Ladyboys, basiert auf historischen Fakten – und die sind ja immer gut:

Schon in den buddhistischen Ursprungsmythen werden drei originäre Geschlechter genannt und so war bis Mitte des 20. Jahrhunderts in der thailändischen Gesellschaft eine dreipolige Geschlechtereinteilung in männlich, weiblich und Kathoey verbreitet. Diese sogenannten kathoey sind das, was wir Full-Moon-Partygänger heute als Ladyboys kennen.

Erst als in den 1950-er Jahren das westliche Zwei-Geschlechter-Schubladen-Denken Einzug nahm, begann eine Differenzierung zwischen Intersexuellen, männlichen und weiblichen Homosexuellen und Kathoey im heutigen Sinne. Somit sind diese südostasiatischen Schönheiten also gewissermaßen die Vorreiter der LGBTI Bewegung.

Schöne @ploypicyanan, schöne Blumen – diese Ladys rocken Instagram

Man könnte fast sagen, die Kathoey hätten „Glück gehabt“. Sie haben weniger mit Anfeindungen zu kämpfen als Transsexuelle in anderen Kulturen. In vielen buddhistischen Regionen, wie in etwa in Thailand und Laos, wird „Andersartigkeit“ mit der Karmalehre erklärt: Irgendwas werden sie in ihrem früheren Leben wohl gemacht haben, dass es ihnen heute bestimmt ist, so zu leben, denkt man sich dort scheinbar.

Ganz schön stylisch: @ploypicyanan

Dennoch gibt es auch heute in vielen Ländern keine gesetzliche Anerkennung für die Ladyboys. In Thailand sind sie häufig im Unterhaltungsgewerbe tätig oder arbeiten im Rotlichtmilieu. Wer durch die Mega-Malls in Malaysia stromert, findet die Transsexuellen oft hinter Kosmetikständen oder in Modegeschäften.

Andere Jobs zu finden ist immer noch schwierig – aber dafür erobern sie Instagram im Sturm. Eine unserer Insta-Lieblinge: Picyanan “Ploy” Srisawaspakorn alias @ploypicyanan. Ploy war bereits Covergirl auf Magazintiteln und hat ihre eigene Kosmetiklinie. Dreimal dürfen Sie raten, wie die heißt? Ganz genau. Ebenfalls Ploy.

Rote Lippen soll man küssen: Picyanan Srisawatparkorn hat eine eigene Kosmetik Linie

„Love you“, schreiben die Insta-Fans und finden Picyanan Srisawatparkorn total „dope“. Wir können da nur zustimmen.

Fotos: @lookpad_purimprud, @poydtreechada@ploypicyanan

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