UEFA-Wahl: DFB-Chef Grindel ohne Gegenkandidaten

Reinhard Grindel ist der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Foto: Peter Steffen

DFB-Chef Reinhard Grindel setzt bei der angestrebten Wahl in die UEFA-Exekutive auch auf kleine Nationen und teilt dabei einen verbalen Seitenhieb gegen Vorgänger Wolfgang Niersbach aus.

«Ich habe in den zurückliegenden Wochen vor allem den Kontakt zu kleinen und mittleren Verbänden gesucht. Das ist für mich eine Frage des Respekts», sagte Grindel vor dem Kongress der Europäischen Fußball-Union UEFA in Helsinki. «Ich habe dabei von vielen gehört, dass zum ersten Mal ein DFB-Präsident mit ihnen auf Augenhöhe solche Gespräche geführt hat.»

Da Niersbach im Zuge des Skandals um die WM-Vergabe 2006 derzeit gesperrt ist, ist der Weg für Grindel als deutscher Vertreter in die internationalen Gremien frei. Für die restlichen zwei Jahre von Niersbachs Amtszeit im FIFA-Council hat der Präsident des Deutschen Fußball-Bunds keinen Gegenkandidaten. Für die acht freien Plätze im UEFA-Exekutivkomitee gibt es zwölf Anwärter, Grindel gilt als favorisiert. Alle 55 UEFA-Mitglieder besitzen jeweils eine Stimme.

Es sei wichtig, dass der DFB bei den beiden internationalen Verbänden seine «Position am Beratungstisch deutlich machen» könne, betonte Grindel. «In der UEFA kommt es vor allem auch darauf an, den Prozess der Bewerbung für die EURO 2024 zu begleiten.» Neben Deutschland kandidiert die Türkei als Gastgeber für die Europameisterschaft in sieben Jahren. Das Turnier wird im September 2018 vergeben.

UEFA-Kongress-Agenda, pdf

UEFA-Kongress

UEFA-Exekutivkomitee

UEFA Nationenliga

Porträt Reinhard Grindel beim DFB

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen