Uganda und WHO verkünden Ende des Ebola-Ausbruchs in ostafrikanischem Land

Der Ebola-Ausbruch im ostafrikanischen Uganda ist offiziell vorbei: Das ugandische Gesundheitsministerium verkündete am Mittwoch gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ende des Ausbruchs, der vor knapp vier Monaten begonnen hatte und durch den 55 Menschen starben.

"Wir haben mit Erfolg die Ebola-Epidemie in Uganda unter Kontrolle gebracht", sagte Gesundheitsministerin Jane Ruth Aceng bei einer Zeremonie zum Ende des Ausbruchs im zentralugandischen Mubende, dem bisherigen Epizentrum.

Die WHO bestätigte das Ende der Epidemie. Nach ihren Angaben wurden seit Ausbruchsbeginn am 20. September insgesamt 142 Fälle bestätigt. Trotz des offiziellen Endes des Ausbruchs beobachteten die Gesundheitsbehörden in Uganda und den Nachbarländern die Lage weiterhin genau, hob die WHO hervor.

Nach der Definition der WHO gilt eine Ebola-Epidemie als beendet, wenn an 42 Tagen in Folge keine Neuinfektion mehr auftritt. Der Zeitraum entspricht dem Doppelten der Inkubationszeit der gefährlichen Fieberkrankheit. Der letzte Patient mit einer bestätigten Ebola-Infektion in Uganda hatte nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden am 30. November das Krankenhaus verlassen.

Uganda war in der Vergangenheit mehrfach von Ebola-Ausbrüchen betroffen. Im Jahr 2000 starben bei einem Ausbruch im Norden des Landes 200 Menschen.

Ebola ist ein hämorrhagisches Fieber, also eine mit Blutungen verbundene Fiebererkrankung. Die Krankheit wurde erstmals 1976 in Zentralafrika festgestellt. Die Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgt über Körperflüssigkeiten. Die Hauptsymptome sind Fieber, Erbrechen, Blutungen und Durchfall. Ebola-Erkrankungen verlaufen häufig tödlich.

yb/ans