Ukraine ermittelt nach Tod von OSZE-Mitarbeiter wegen "Terrorakts mit Todesfolge"

Das von einer Mine zerfetzte Fahrzeug der OSZE

Die Ukraine hat nach dem Tod eines US-Mitarbeiters der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) durch eine Mine Ermittlungen eingeleitet. Die regionale Abteilung des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU teilte am Montag mit, sie betrachte die Explosion als "terroristischen Akt mit Todesfolge".

Am Sonntag war zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Konflikts vor drei Jahren ein OSZE-Beobachter in dem Land zu Tode gekommen. Dabei fuhr eine Patrouille der Beobachtermission im ostukrainischen Rebellengebiet Luhansk über eine Mine. Bei der Explosion wurden zwei weitere OSZE-Mitarbeiter verletzt, darunter eine Deutsche.

Es war zunächst unklar, ob die von Russland unterstützten Aufständischen eigene Ermittlungen einleiten würden, um zu klären, warum das gepanzerte Fahrzeug der OSZE über die Mine fuhr. Nach Angaben eines Polizeisprechers im Rebellengebiet handelte es sich um eine Panzerabwehrmine.

Das gepanzerte Fahrzeug der OSZE wurde durch die Explosion komplett zerstört. Der Wagenboden wurde aufgerissen, der Motor aus dem Auto herausgeschleudert.

Im zwischen prorussischen Separatisten und der Regierung in Kiew umkämpften Osten der Ukraine überwachen rund 600 OSZE-Beobachter eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder gebrochen wird.

In dem Konflikt sind seit April 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Die EU wirft Moskau die Unterstützung der Rebellen vor und verhängte wegen der Ukraine-Krise umfassende Sanktionen gegen Russland.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen