Vom Ukraine-Krieg überschattete Gedenkfeiern in Paris zum Weltkriegs-Ende

Präsident Macron bei Gedenken am Triumphbogen (AFP/Ludovic MARIN) (Ludovic MARIN)

Überschattet vom Krieg in der Ukraine hat Frankreich am Sonntag den Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland vor 77 Jahren gefeiert. Zur traditionellen Gedenkfeier legte Präsident Emmanuel Macron an der Statue von General de Gaulle am Ende der Champs-Elysées einen Kranz nieder. Später entfachte er am Triumphbogen symbolisch die Flamme am Grabmal des Unbekannten Soldaten. Erstmals seit Beginn der Pandemie war dabei wieder die Öffentlichkeit zugelassen.

Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine wies Kulturministerin Roselyne Bachelot auf die "besondere Bedeutung" der diesjährigen Feierlichkeiten hin. "Wir dachten, der Krieg sei aus Europa verschwunden", sagte sie vor Journalisten.

Außenminister Jean-Yves Le Drian schrieb auf Twitter, Frankreich vergesse beim Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs "nicht die Soldaten aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion, einschließlich der Ukrainer und Russen, die zu diesem Sieg beigetragen" hätten. Doch lehne er "jede Form der Instrumentalisierung und Manipulation des Gedenkens" ab.

Macron war nach seiner Wiederwahl erst am Vortag feierlich in sein Amt eingeführt worden. Am Nachmittag berät er mit den anderen Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen über die Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird bei der Videokonferenz über die Lage in seinem Land berichten.

ans/cp

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