Ukraine: Landesweiter Luftalarm - Suche nach Vermissten in Winnyzja

Aufgrund zahlreicher Artillerieangriffe in mehreren Gebieten ist für die Ukraine Freitagabend ein landesweiter Luftalarm ausgelöst worden.

Ziele der russischen Attacken waren unter anderem Kramatorsk und die viertgrößte Stadt der Ukraine, Dnipro. Mehrere Menschen wurden getötet. Unter Beschuss geriet auch die Gegend um die südukrainische Hafenmetropole Odessa. Präsident Wolodymyr Selenskyj rief die Bürger zur Wachsamkeit auf.

Nach ukrainischen Angaben ist die Angriffsfähigkeit Russlands "erheblich eingeschränkt", da etwa 30 militärische Einrichtungen zerstört worden seien.

Militärisch setzt Kiew auf das moderne Raketenwerfersystem M270, das ein nicht genanntes westliches Land geliefert hat. Verteidigungsminister Olexij Resnikow machte keine Angaben über die Anzahl der M270. Sie bewegen sich auf Kettenfahrgestellen und können im Gegensatz zu den an Lastwagen gebundenen US-amerikanischen Himars-Systemen 12 statt sechs Raketen laden. Die Ukraine hofft auf Lieferungen neuer Raketen für die M270, die eine Reichweite von 300 statt 80 Kilometer haben.

Vermisstensuche in Winnyzja

Nach dem verheerenden Luftangriff auf die zentralukrainische Stadt Winnyzja wird vor Ort weiter nach Überlebenden gesucht. Die offizielle genante Zahl von 23 Todesopfern könnnte sich noch erhöhen, weil Dutzende Menschen vermisst werden. Unter den Toten sind drei Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren.

Bislang konnten erst 19 Todesopfer identifiziert werden. 80 Menschen werden nach dem Luftangriff, der von einem U-Boot im Schwarzen Meer ausging, in einem Krankenhaus von Winnyzja behandelt. Mehrere von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand.

Russland machte den Beschuss eines militärischen Zieles in Winnyzja geltend. Nach ukrainischen Angaben wurden ausschließlich zivile Einrichtungen getroffen.

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