Uli Hoeneß: "Die WM 2006 ist nicht gekauft worden, da bin ich ganz sicher"

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Uli Hoeneß in Polterlaune: Im Fußball-Podcast "11 Leben" verteidigte er Franz Beckenbauer leidenschaftlich gegen Korruptionsvorwürfe im Zuge der WM 2006. Außerdem lederte der Ex-Präsident des FC Bayern München gegen die Konkurrenz aus der Bundesliga sowie gegen neureiche Klubs wie Paris St. Germain.

An scheichfinanzierten Klubs wie Paris St. Germain ließ Uli Hoeneß kein gutes Haar:
An scheichfinanzierten Klubs wie Paris St. Germain ließ Uli Hoeneß kein gutes Haar:

Das Sommermärchen ließ 2006 die Fußballeuphorie durch ganz Deutschland schwappen. Doch das Fußballfest wird bis heute auch mit Bestechungsvorwürfen rund um Lichtgestalt Franz Beckenbauer in Verbindung gebracht. Auch wenn wegen der Verjährung der Affäre keine justiziablen Folgen mehr auf die damaligen Organisatoren warten, bleiben Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Turniervergabe - nicht jedoch für Uli Hoeneß. Der ehemalige Präsident des FC Bayern München sagte im Podcast "11 Leben": "Die WM 2006 ist nicht gekauft worden, da bin ich ganz sicher."

Hoeneß versteht die ganze Debatte nicht: "Wissen Sie, was sie im Ausland denken? Die Deutschen sind schön blöd. Dass Sie nach 20 Jahren noch darüber nachdenken, was 2001 war. So blöd können nur die Deutschen sein!" Seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Franz Beckenbauer nahm der 69-Jährige hingegen aus der Schusslinie: "Franz Beckenbauer? Der weiß gar nichts!" Abschließend resümierte Hoeneß zum Thema WM 2006: "Wir haben ein total reines Gewissen."

Für den Podcast
Für den Podcast

 

"Sollen wir in Zukunft mit zehn Mann spielen?"

Eine klare Meinung vertrat der Weltmeister von 1974 auch zum (fehlenden) Wettbewerb in der Bundesliga, wo der FC Bayern München derzeit die zehnte Meisterschaft in Folge anstrebt. "Sollen wir jetzt den Betrieb einstellen, damit die Bundesliga wieder spannend wird? Oder sollen wir in Zukunft mit zehn Mann spielen?", polterte Uli Hoeneß im Gespräch mit Gastgeber Max-Jacob Ost. Es sei "eine leidige Diskussion". Einen weiteren Seitenhieb auf die Konkurrenz konnte sich Hoeneß jedoch nicht verkneifen: "Ich bin auch nicht glücklich, wenn ich sehe, dass wenn wir 1:0 führen, nicht mehr viel passieren kann."

Doch nicht nur die nationale Konkurrenz musste sich Vorwürfe von Uli Hoeneß gefallen lassen, auch internationale Top-Klubs bekamen ihr Fett weg - allen voran Paris St. Germain. Angesprochen auf PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi urteilte Hoeneß: "Der Unterschied zwischen ihm und mir ist: Ich habe das Geld hart erarbeitet, und er hat es geschenkt bekommen."

Der Bayern-Klubpatron redete sich regelrecht in Rage und legte wortgewaltig nach: "Wenn der Spieler will, dann fliegt er zu seinem Emir." Umso mehr sei es ihm eine Genugtuung, wenn der FC Bayern Aufeinandertreffen mit neureichen Vereine für sich entscheide: "Die werden auch weiterhin gegen uns verlieren, und wenn wir gewinnen, freue ich mich tierisch." Er wolle ihnen zeigen: "Euer scheiß Geld, das reicht nicht!'"

VIDEO: Hoeneß-Aussagen: Unterhaltsam, aber weltfremd?

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