Nach Umbau: Wie gefällt den Anwohnern der neue Chlodwigplatz?

Der Platz wurde für 1,3 Millionen Euro neu gestaltet.

Es ist ein warmer Nachmittag: Die Sonne sorgt für die ersten Frühlingsmomente, während auf dem Chlodwigplatz reges Treiben herrscht. Ein Kind springt Seil, vor einem Café sitzen zwei Freundinnen und sind in ein Gespräch vertieft. Fußgänger und Radfahrer bahnen sich ihren Weg über den Platz – einige eilig und gestresst wirkend, andere ganz entspannt.

Noch vor einigen Wochen herrschte hier Chaos. Der Großteil des Platzes war von Baggern, Planierraupen und Bauarbeitern belegt. In mehr als acht Monaten haben sie den Platz neu gestaltet – mit grauem Natursteinpflaster und anthrazitfarbenen Betonsteinplatten. Auch neue Bänke, die jeweils einen Baum umrunden, sind zu sehen. Rund 1,3 Millionen Euro hat die Stadt investiert.

„Der Platz ist wirklich schön geworden“, sagt Özlem Süyün, die mit ihrer Tochter Hilal auf dem Rückweg vom Kindergarten hier ab und zu kurz Pause macht. „Der Boden ist sauberer und wirkt gepflegter, auch die Bänke sind gut. Nicht wahr, Hilal?“ Die Vierjährige, die gerade auf einer der Bänke sitzt, nickt mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Ja, die sind echt toll!“ Auch ein Fahrradfahrer, der im Vorbeifahren kurz langsamer wird, ist zufrieden. „Ich bin froh, dass die Baustelle endlich weg ist, nun haben wir hier jede Menge Platz“, sagt er.

Die Bushaltestelle wird vermisst - und es könnte grüner sein

„Und Fahrradständer gibt es auch genug.“ Doch nicht alle sind so euphorisch. „Die Gestaltung ist nicht schlecht geworden“, sagt Maria Platania, die mit ihrer sechsjährigen Tochter Emily über den Platz geht. „Die Bänke sind ganz schön, aber es ist auch etwas chaotisch hier.“

Eine ältere Frau mit Rollator kommt dazu und fragt, wo denn die Bushaltestelle geblieben sei. „Das ist auch sehr unglücklich gemacht“, sagt Platania. „Vorher war die Haltestelle hier direkt am Platz, nun ist sie hinter der Torburg versteckt.“

Rita Zillken, die direkt am Platz arbeitet und eine Kaffeepause macht, sieht die Situation mit den Bussen noch kritischer. „Auch wenn man eigentlich weiß, dass die Busse an der Seite des Platzes entlangfahren, denkt man nicht immer daran. Und dann dreht man sich einmal um und hat plötzlich einen Bus direkt vor der Nase.“ Mit dem Finger zeigt sie auf den Randbereich des Platzes, wo sich gerade ein Bus zwischen Fußgängern und Radfahrern hindurchschlängelt.

„Es ist schon sehr gefährlich. Seine Kinder sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.“ Zillkens Blick wandert über den Platz zu den Baumstümpfen direkt neben der Torburg. „Ich weiß wirklich nicht, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat“, sagt sie. „Mülleimer fehlen noch und es ist alles etwas trist. Es wäre schön, wenn es hier etwas grüner wäre – aber vielleicht kommt das ja...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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