Umfrage sieht AfD vor Landtagswahl in Thüringen vor CDU und BSW

Gut zwei Monate vor der Landtagswahl in Thüringen sieht eine Umfrage die AfD auf Platz eins vor der CDU und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die als erwiesen rechtsextremistisch eingestufte AfD erreicht 29, die CDU 22 und das BSW 20 Prozent. (JENS SCHLUETER)
Gut zwei Monate vor der Landtagswahl in Thüringen sieht eine Umfrage die AfD auf Platz eins vor der CDU und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die als erwiesen rechtsextremistisch eingestufte AfD erreicht 29, die CDU 22 und das BSW 20 Prozent. (JENS SCHLUETER)

Gut zwei Monate vor der Landtagswahl in Thüringen sieht eine Umfrage des Instituts Insa die AfD auf Platz eins vor der CDU und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die vom Landesverfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestufte AfD von Spitzenkandidat Björn Höcke kommt der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung für mehrere Tageszeitungen zufolge auf 29 Prozent, die CDU von Spitzenkandidat Mario Voigt folgt mit 22 Prozent, das BSW aus dem Stand auf 20 Prozent.

Es folgt mit 14 Prozent die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow, die in Thüringen derzeit eine Minderheitsregierung mit SPD und Grünen anführt. Die SPD wird bei sieben Prozent gesehen, während die Grünen mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Erfurter Landtag verpassen würden. Auch die FDP müsste das Landesparlament mit zwei Prozent verlassen.

Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage vom März verliert die AfD einen Prozentpunkt, während die CDU zwei Punkte gewinnt. Das BSW kann sich um vier Punkte verbessern. Von den Parteien der aktuellen Landesregierung kann nur die SPD ihren Wert halten. Die Linke rutscht um zwei Punkte ab, die Grünen büßen einen Punkt ein.

Befragt wurden für die "Thüringer Allgemeine", die "Ostthüringer Zeitung" und die "Thüringische Landeszeitung" vom 17. bis zum 24. Juni 1000 Wahlberechtigte in Thüringen. Gewählt wird in dem Bundesland am 1. September zeitgleich mit Sachsen, am 22. September folgt Brandenburg.

Die Regierungsbildung bliebe in Thüringen weiter schwierig, keine in Deutschland bekannte Koalition hätte eine Mehrheit. Ohne AfD und Linke könnte die CDU aber etwa mit dem BSW und der SPD koalieren, was Voigt trotz einer Absage an eine solche Zusammenarbeit auf Bundesebene nicht ausschließt.

cfm/mt