Umfragen: Union hält die SPD nach wie vor auf Abstand

Merkel und Schulz treten in TV-Duell gegeneinander an

Knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl hält die Union die SPD nach wie vor auf Abstand. In dem am Mittwoch veröffentlichten "stern-RTL-Wahltrend" kommt die CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche unverändert auf 36 Prozent, die SPD stagniert bei 30 Prozent. Das Allensbach-Institut sieht die Union ebenfalls bei 36 Prozent, zwei Punkte mehr als im Vormonat. Die SPD liegt hier bei 31 Prozent, ein Rückgang von zwei Prozent.

Die AfD verbessert sich im "stern-RTL-Wahltrend" von Forsa um einen Punkt auf neun Prozent und wäre damit wieder drittstärkste Kraft. Die monatliche Allensbach-Umfrage für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom Mittwoch sieht die AfD dagegen unverändert bei sieben Prozent. Hier liegt die Linke mit neun Prozent auf Platz drei.

Die Forsa-Umfrage sieht die Linke bei acht Prozent. Die Grünen gewinnen hier einen Punkt dazu auf sieben Prozent. Die FDP stagniert bei sechs Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt laut Forsa derzeit 24 Prozent.

Auch beim Allensbach-Institut erreichen die Grünen sieben Prozent, die FDP liegt hier ebenfalls bei sechs Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz kann sich SPD-Chef Martin Schulz im "stern-RTL-Wahltrend" um einen Prozentpunkt verbessern, liegt damit aber immer noch 14 Punkte hinter Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU). Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich 44 Prozent aller Wahlberechtigten für sie entscheiden und 30 Prozent für ihren Herausforderer Schulz. Merkels Rückhalt bei den eigenen Anhängern ist mit 90 Prozent stärker als der von Schulz bei den SPD-Anhängern (74 Prozent).

Die auf dem Kölner Bundesparteitag nominierten AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel sind den meisten Bundesbürgern nicht bekannt. Eine Forsa-Umfrage unter 502 Wahlberechtigten am vergangenen Freitag ergab, dass 21 Prozent der Befragten Gauland kennen, aber nur ein Prozent dessen Kollegin Weidel.

16 Prozent gaben an, schon einmal von dem Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke gehört zu haben. Beatrix von Storch kennen vier Prozent, den AfD-Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen drei Prozent. Einer Mehrheit von 63 Prozent ist - außer Frauke Petry, nach der nicht gefragt wurde - kein einziger AfD-Politiker bekannt.

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