Umsatz der Reisebranche bricht weiter ein

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Touristen mit Mundschutz holen ihr Gepäck aus einem Bus des Tourismuskonzerns Tui nahe des Flughafens auf Tenerife.
Touristen mit Mundschutz holen ihr Gepäck aus einem Bus des Tourismuskonzerns Tui nahe des Flughafens auf Tenerife.

Sechs Monate nach Beginn der Coronavirus-Pandemie hat die Reisebranche noch mächtig zu kämpfen. Wie lange wird es dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert?

Frankfurt/Main (dpa) - Die Umsatzbilanzen von Reisebüros und Veranstaltern verschlechtern sich in der Corona-Krise weiter.

Reisewarnungen und Buchungszurückhaltung der Kunden reißen tiefe Löcher. Nach einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) sind die Umsätze zum Buchungsstand Ende August 2020 für die diesjährige Sommersaison zusammengerechnet um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Ende Juli lag das Minus bei 70 Prozent. Die Wintersaison 2020/21 verzeichnete einen Rückgang um 59 Prozent.

Die derzeit geltenden Reisewarnungen für beliebte Sonnenziele, zum Beispiel für die Kanaren oder Ägypten, belasten das Wintergeschäft. Die Vorausbuchungen für die winterlichen Reisemonate fielen weit unterdurchschnittlich aus, die Verluste summierten sich von Monat zu Monat, erläuterte das Analysehaus.

Neben der Zurückhaltung verunsicherter Kunden belasten Stornierungen gebuchter Reise wegen Reisewarnungen die Branche. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Falls Kunden nicht umbuchen wollen oder Gutscheine akzeptieren, müssen Veranstalter bereits geleistete Anzahlungen zurückerstatten.