Umsatzeinbruch: Weihnachtsfeiern werden wegen Corona-Pandemie abgesagt

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Berlin/ Potsdam. Weniger Platz, Angst vor Mitarbeiterausfall in den Betrieben und eine ständige Ungewissheit. Gastronominnen und und Gastronomen in Berlin und Brandenburg droht eine wichtige Einnahmesäule in einem bereits dramatischen Jahr wegzubrechen.

Edith Berlinger, Chefin des von Geschäftsleuten wie Dinner-Gästen frequentierten Restaurants „Rio Grande“ erlebt bei Buchungen von Weihnachtsfeiern derzeit den Totalausfall. „Üblicherweise haben wir zwischen dem 1. und 22. Dezember ständig Buchungen unterschiedlicher Größe.“ 2020 dagegen hat sie seit dem Sommer: Absagen. „Auch gibt es weder für die Weihnachtstage noch Silvester in diesem Jahr entsprechende Reservierungen“, sagt sie.

Edith Berlinger, Chefin des Kreuzberger Restaurants Rio Grande.<span class="copyright">Patrick Goldstein</span>
Edith Berlinger, Chefin des Kreuzberger Restaurants Rio Grande.Patrick Goldstein

Immer gleich das ganze Restaurant gebucht

Im eleganten Lokal auf Wasserhöhe des Kreuzberger May-Ayim-Ufers ist ihr Lokal nahe den Bürokomplexen von Universal Music und Zalando gelegen, von wo vor Corona viele Business-Gäste kamen. Üblicherweise empfange sie zur Weihnachtszeit von dort Feiernde, aber auch jenes Internetunternehmen mit 120 Teilnehmern, das das Lokal vollständig bucht, mit Bewirtung und zum Ende hin: Tanz. 2020 gab es eine Absage.

Dabei hat Berlinger die Platzzahl von 120 auf 60 reduziert – „mit Abständen könnten die Gäste da durchaus feiern“. Aber das eigentliche Problem sei die Angst in den Firmenetagen. „Die Unternehmen trauen sich nicht, zu kommen“, so die Restaurant-Chefin. „Darum rufen bei uns seit geraumer Zeit die Sekretärinnen an und stornieren.“

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