Umstrittene Versteigerung: Hitlers Uhr bringt siebenstelligen Betrag

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Bei einer umstrittenen Versteigerung in den USA hat eine Golduhr, die Adolf Hitler gehört haben soll, für über eine Million Dollar den Besitzer gewechselt. Für das Auktionshaus eine erstaunlich niedrige Summe.

Nazi-Objekte werden immer wieder versteigert - jetzt kam eine angebliche Uhr Hitlers unter den Hammer. (Bild: REUTERS/Andreas Gebert
Nazi-Objekte werden immer wieder versteigert - jetzt kam eine angebliche Uhr Hitlers unter den Hammer. (Bild: REUTERS/Andreas Gebert

Eine goldene Uhr mit Wendegehäuse, eingraviertem Reichsadler und Hakenkreuz, die einst Adolf Hitler gehört haben soll, hat bei einer Versteigerung im US-Bundesstaat Maryland 1,1 Millionen Dollar erzielt. Davon berichtet der "Focus".

Das Auktionshaus Alexander Historical Auctions war aber negativ vom Preis überrascht, so hatten Experten geschätzt, die Uhr würde für mindestens das Doppelte, wenn nicht sogar Vierfache des am Ende gezahlten Preises versteigert werden.

Dem Auktionshaus zufolge sei die Uhr Hitler 1933 von Mitgliedern der NSDAP geschenkt und wenige Tage nach dessen Suizid im Mai 1945 von französischen Soldaten in der Alpenresidenz Hitlers in Berchtesgaden gefunden worden. Über Jahrzehnte habe sich die Golduhr im Besitz der Familie eines der Soldaten befunden.

"Der Verkauf der Gegenstände ist abscheulich"

Die Auktion, bei der noch weitere Gegenstände aus der NS-Zeit unter den Hammer kamen, sorgte für scharfe Kritik. "Der Verkauf der Gegenstände ist abscheulich", schrieb beispielsweise der Vorsitzende des jüdischen Dachverbands European Jewish Association, Rabbi Menachem Margolin, in einem offenen Brief, der von insgesamt 30 jüdischen Vertretern aus Europa und Israel unterzeichnet wurde, unter anderem auch von der Deutsch-israelischen Gesellschaft Berlin.

Neben Hitlers Uhr wurden beispielsweise auch ein Reichsadler aus der Reichskanzlei (200.000 Dollar) und die Schreibunterlage aus Bronze, auf der Hitler 1938 das Münchner Abkommen zur Annexion der Grenzgebiete der damaligen Tschechoslowakei unterzeichnet haben soll (290.000 Dollar), versteigert.

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