Umzug: Von den USA nach Berlin: Rosa Parks' Haus jetzt in Wedding

Das Haus der afroamerikanischen Bürgerrechtlerin Rosa Parks wird am Sonnabend in Berlin präsentiert.

Das kleine, weiß gestrichene Haus gehört hier eigentlich nicht her. Und doch steht es da, mitten in Wedding. Auf einem Hinterhof, im Vorgarten des Künstlers Ryan Mendoza. Zusammengezimmert auf einem Betonfundament zwischen den Brandschutzmauern der Wohnblöcke am Rande des Friedhofs St. Elisabeth, wirkt das zweigeschossige Haus wie eine zu groß geratene Gartenlaube. Eine, die keiner mehr nutzen will. Deplatziert, einsam, leer. Doch hinter dem unscheinbaren Haus, das noch vor einem Jahr in Detroit stand und vom Abriss bedroht war, hinter seinen maroden Holzplatten und der abblätternden Farbe, steckt ein wichtiger Teil der amerikanischen Geschichte. Hier lebte Ende der 50er-Jahre die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks. Die Frau, die sich am 1. Dezember 1955 geweigert hatte, in einem Bus in Montgomery, Alabama, ihren Sitzplatz für einen weißen Fahrgast frei zu machen – ein Zeichen des Widerstands gegen die Rassentrennung.

Morddrohungen trieben sie nach Detroit

Die darauf folgende Verhaftung Parks war der Auslöser für die Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King. Rosa Parks – Ikone dieser Bewegung – wurde jedoch zu einer Vertriebenen. Anfeindungen und Morddrohungen trieben sie und ihren Mann Raymond 1957 dazu, die Stadt zu verlassen. Das Paar zog nach Detroit. Zwei Jahre lebten sie dort. Zusammen mit der 15-köpfigen Familie von Rosas Bruder, teilten sie sich das rund 100 Quadratmeter große Haus.

Rosa Parks ehemaliges Haus zieht von Detroit nach Wedding

Rosa Parks gilt als die Ikone der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Nun steht ihr Haus in einem Berliner Vorgarten.

Viele Jahre spät...

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