Karneval in Köln: Dreigestirn in Rodenkirchen proklamiert – Umzugskartons überreicht

Der geplante Rathaus-Neubau war ein Thema bei der Proklamation.

Nun ist es offiziell – das neue Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen ist im Amt. Prinz Jörg I. (Lyon), Bauer Ulrich (Klein) und Jungfrau Johanna (Achim Klein) wurden proklamiert. In der Aula der Gesamtschule Rodenkirchen erhielten die Repräsentanten des Rodenkirchener Karnevals die Insignien der Macht von Bezirksbürgermeister Mike Homann überreicht – als da sind das Zepter für den Prinzen, die Rathausschlüssel für den Bauern und das Spieglein für die Jungfrau.

Das neue Trifolium, das diesmal die Große Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft von 1935 (GRKG) stellt, wurde vom Publikum beim langen, fulminanten Einzug begeistert empfangen, die Stimmung hatten zuvor die „Domstürmer“ ordentlich angeheizt.

„Op kölsche Art un kölsche Sproch met üch zesamme de Fastelovend fiere, dat wünschen sich vun Hätze drei Rudekirchner Fetze“, ist das Motto der Oberjecken, die alle drei in Rodenkirchen aufgewachsen sind und „schon immer auf den jecken Thron wollten“.

Das besangen sie auch im Dreivierteltakt mit einem selbst getexteten Lied: „… wunderbar, dieser große Traum wird wahr“. Gerührt sagte Prinz Jörg I.: „Fründe, da geht uns das Herz auf“. Und sie legten zwei weitere Lieder nach: „Ich mööch zo Foß no Kölle jon“ von Willi Ostermann und „Wolkeplatz“ von Miljö mit dem Ohrwurm-Text: „Dam dam dam, Da-da-da-da-da-da-da-da dam dam dam…“ und so weiter. Homann übergab dem Dreigestirn neben den Insignien auch drei Umzugskartons. Bürgeramtsleiter Hubertus Tempski stellte sie auf der Bühne ab. In den Schachteln befanden sich symbolisch die Habseligkeiten der Bezirksfraktionen, die vielleicht, unter Umständen, eventuell, möglicherweise bald aus dem maroden Rathaus ausziehen werden. In Wirklichkeit waren in den Pappkisten ess- und trinkbare Geschenke verpackt. Eine Garantie, dass der Auszug in diesem Jahr klappt, wollte Mike Homann nicht geben. Schließlich ist für die Rathausmannschaft noch kein Interimsquartier gefunden. Der Prinz mit seiner hoheitlichen Macht möge sich nun um eine passende Unterkunft kümmern, meinte der Bezirksbürgermeister scherzhaft mit einem doch ernsten Unterton.

Der Elferrat bestand aus Frauen und Männern der GRKG, Sitzungspräsident war Stephan Hungerland. Präsident der GRKG ist Simon Gosk, der in der Session 2014 selbst Karnevalsprinz war. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung und auch mit der Entwicklung der Großen Rodenkirchener Familiengesellschaft, die in den zurück liegenden zehn Jahren von 35 auf 100 Mitglieder angewachsen ist.

Mit 500 Besuchern war die Aula voll besetzt. Literat Hubertus Koch Senior hatte ein Programm mit zahlreichen Karnevalsgrößen zusammengestellt. Hellige Knäächte un Mägde traten auf, Et Rumpelstilzche, Querbeat und andere waren dabei. Die Blauen Funken, bei denen Prinz Jörg I. früher aktiv war, hatten es allerdings zu gut gemeint mit ihrem Besuch. Sie kamen in Mannschaftsgröße und passten in Gänze weder auf noch vor die Bühne. Einige der rund 150 Kölner Funken zogen ein und gleich wieder aus, also quasi nur einmal quer durch den Saal....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta