UN: Mehr Kinder bei gewaltsamen Konflikten getötet oder verletzt

Bei gewaltsamen Konflikten sind im vergangenen Jahr mehr Kinder getötet oder verletzt worden als jemals zuvor. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor. Demnach wurden 2018 weltweit 12.000 Kinder bei Konflikten getötet oder verstümmelt. Erfasst wurden unter anderem Entführungen und Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser.

Kämpfe zwischen Konfliktparteien hatten im vergangenen Jahr verheerende Auswirkungen auf Kinder, heißt es in dem UN-Bericht. In 20 Ländern wurden insgesamt mehr als 24 000 "gravierende Verstöße" gegen Kinder verzeichnet.

Weiterhin werden Kinder als Soldaten rekrutiert, insbesondere in Nigeria und Somalia. Dort, in Somalia, wurden vergangenes Jahr mehr als 2.000 Kinder im Konflikt mit der Al Shabaab-Miliz eingesetzt. Das Land steht besonders im Fokus der UN. "Somalia ist das einzige Land, in dem es bei allen Arten von Vergehen an Kindern hohe Zahlen gib," sagte die UN-Sonderbeauftragte Virginia Gamba. "Daher bitte ich Sie, Somalia besonders im Auge zu behalten."

Besonders viele minderjährige Opfer gab es auch in Afghanistan, Syrien, den palästinensischen Gebieten und im Jemen. Erst Montag sind im Norden Jemens 14 Zivilisten bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Elf weitere Kinder wurden verletzt.

Die Organisation " Save the children " kritisierte, dass die von Saudi-Arabien geführten Koalition im Jemen nicht in der Liste der über 60 Parteien aufgeführt sei, die Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser verübten.