UN-Mission übernimmt Verantwortung für Tod eines Demonstranten im Osten Kongos

Demonstration gegen UN-Blauhelme in Beni am Montag

Die UN-Friedenstruppe Monusco hat die Verantwortung für den Tod eines Demonstranten bei einem gegen die Monusco gerichteten Protest im Osten der Demokratischen Republik Kongo übernommen. Nach den vorliegenden Informationen seien "die Blauhelme für den Tod dieses jungen Mannes verantwortlich", sagte ein Monusco-Sprecher am Mittwoch in Kinshasa. Der tödliche Vorfall hatte sich am Dienstag in Beni ereignet. Monusco-Chefin Leila Zerrougui erklärte, der junge Mann sei tödlich getroffen worden, "als er einen Molotow-Cocktail werfen wollte". Die Monusco leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein.

In Beni, Butembo und Goma gab es in den vergangenen Tagen mehrfach Demonstrationen gegen die Monusco, der mangelnder Schutz der Zivilbevölkerung vor Milizen vorgeworfen wird. Dabei wurden am Montag nach Angaben von militärischen Ermittlern vier Menschen getötet. Für Dienstag bestätigte die Monusco zwei Todesfälle, einen in Beni und einen in Butembo.