UN-Vollversammlung: Generaldebatte mit Trump-Rede

“Ich erkläre die 72. Sitzungsperiode der Vollversammlung der Vereinten Nationen für eröffnet und rufe zur ersten Plenarsitzung auf.”- Mit diesen Worten beendete der neue Präsident der UN-Vollversammlung, Miroslav Lajcák, seine erste offizielle Amtshandlung in New York. Der slowakische Diplomat war im Juni gewählt worden und übernimmt das überwiegend zeremonielle Amt für ein Jahr.

Die Vollversammlung ist das Parlament der Vereinten Nationen, in dem jedes Mitgliedsland eine Stimme hat. Lajcák sagte:“Wir werden die erste zwischenstaatliche Rahmenvereinbarung zu Migration verhandeln und erstmals auf höchster Ebene über Frieden und Prävention sprechen. Viele Mitgliedsstaaten werden die ersten Dokumente zum Wegfall von nuklearen Waffen unterzeichnen sowie Entwürfe für den Stopp sexueller Ausbeutung und gegen den Missbrauch von Friedensmissionen.”

Die Sitzungsperioden dauern rund ein Jahr. Höhepunkt ist jeden September die Generaldebatte der Vollversammlung, zu der Staats- und Regierungschefs aus aller Welt anreisen.

Der EU-Botschafter bei den Vereinten Nationen, João Vale de Almeida, sagte:“Unsere 28 Mitgliedsstaaten vertreten weitgehend eine einheitliche Position zu Fragen der Außenpolitik oder globalen Herausforderungen. Wir sind wichtige Förderer von Konsensgesprächen, und darum geht es bei Multilateralismus.”

Die Generaldebatte beginnt am kommenden Dienstag, unter anderem mit der ersten UN-Rede von US-Präsident Donald Trump.

euronews-Korrespondentin Michela Monte kommentierte in New York: “Auf der Agenda der 72. Sitzungsperiode stehen die Themen Migration, Sicherheit, Klimawandel, die Syrienkrise, aber auch die Rolle der Vereinten Nationen und die politischen Alleingänge der USA.”

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