Unbekannte Signale aus dem Weltall entdeckt

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Aufnahme der Milchstraße.
Das Signal scheint mitten aus der Milchstraße zu kommen. (Symbolbild: Getty)

Astronomen beschäftigt ein unbekanntes Signal aus der Milchstraße. Mit mehreren Teleskopen weltweit versuchen sie nun, den Ursprung der Radiowellen zu erforschen.

Die Wellen, die von den Teleskopen aufgefangen werden, sind anders als alles, was die Astronomen zuvor gesehen haben. Eine neue Studie stellt nun die These auf, dass sie von einem bislang unbekannten Himmelskörper stammen könnten, der sich mitten in der Milchstraße befindet. Das Objekt wurde nach seinen Koordinaten benannt ind heißt nun: ASKAP J173608.2-321635.

Das Signal kommt und geht und verändert seine Helligkeit scheinbar nach einem unregelmäßigen Muster, berichtet der Leiter der Studie, Ziteng Wang. Wang ist als Doktorand an der Universität von Sidney und hat die Studie im "Astrophysical Journal" veröffentlicht. Gegenüber CNN sagte Wang: "Die seltsamste Eigenschaft dieses neuen Signals ist seine hohe Polarisation. Das bedeutet, dass Licht oszilliert nur in eine Richtung aber diese Richtung verändert sich mit der Zeit." 

Ungewöhnliches Verhalten

Zunächst war das Astronomen-Team davon ausgegangen, dass das Signal von schnell drehenden Neutronen eines toten Sterns stammen könnte. Auch Ein Stern, der Sonneneruptionen ausstößt war eine Möglichkeit, die den Forschern wahrscheinlich vorkam. Doch die Eigenschaften des Signals entsprachen keinem der bekannten Mustern. 

Das MeerKat Teleskop in Südafrika fing das verlorene Signal aus der Milchstraße wieder auf.
Das MeerKat Teleskop in Südafrika fing das verlorene Signal aus der Milchstraße wieder auf. (Bild: Jaco Marais/Foto24/Gallo Images/Getty Images)

In einer Pressemitteilung nannten die Astronomen das Verhalten des Objekts einzigartig und außerordentlich. Als das Signal vom Parkes Teleskop nicht mehr aufgefangen wurde, versuchten es die Wissenschaftler mit dem MeerKat Teleskop in Südafrika. Dort fanden sie die Signale von ASKAP J173608.2-321635 wieder, diesmal hatte sich das Verhalten aber erneut stark verändert. Noch leistungsstärkere Teleskope, wie das geplante "Square Kilometre Array Observatory", das in Australien oder Südafrika gebaut werden soll, könnten das Geheimnis vielleicht lösen.

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