Unfälle mit Gülle, Jauche oder Öl haben Umwelt 2016 deutlich weniger belastet

Ein Landwirt düngt mit Gülle sein Feld

Unfälle mit Jauche, Gülle oder Mineralölprodukten haben im vergangenen Jahr den Wasserhaushalt in Deutschland deutlich weniger stark belastet als im Vorjahr. 2016 traten bei 2721 derartigen Unfällen fast 7,5 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe unkontrolliert in die Umwelt aus, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Das waren acht Millionen Liter oder knapp 52 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dabei handelt es sich vor allem um in der Landwirtschaft anfallende Stoffe wie Jauche, Gülle und Silagesickersaft sowie um Mineralöle. Die Unfälle ereigneten sich bei der Herstellung, beim Transport oder Abfüllen und im Herstellungsprozess.

Von den freigesetzten Schadstoffen konnten rund 3,7 Millionen Liter und damit knapp die Hälfte nicht wiedergewonnen werden; sie belasten den Wasserhaushalt und verunreinigen den Boden. Rund 3,8 Millionen Liter wurden zum Beispiel durch Umpumpen oder Umladen in andere Behälter zurückgewonnen.

Allein 3,2 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe wurde bei Unfällen in Biogasanlagen freigesetzt. Knapp 56 Prozent der betroffenen Anlagen unterliegen demnach keiner wiederkehrenden Prüfpflicht. Die Hauptursache der Unfälle ist auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.

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