Unfairer Wettbewerbsvorteil - EU ermittelt weiter gegen Microsoft wegen Videokonferenz-Software Teams

Das Logo der Kommunikationsanwendung Teams von Microsoft ist auf einem Handy zu sehen.<span class="copyright">Debarchan Chatterjee/ZUMA Wire/dpa</span>
Das Logo der Kommunikationsanwendung Teams von Microsoft ist auf einem Handy zu sehen.Debarchan Chatterjee/ZUMA Wire/dpa

Microsoft soll mit der Inkludierung der Videokonferenz-Software Teams in den Office-Paketen einen unfairen Wettbewerbsvorteil erlangt haben. Der Tech-Gigant hat gehandelt und Teams aus dem Software-Paket entfernt. Doch das ist der EU-Kommission nicht genug.

Microsoft##chartIcon soll erneut gegen die Kartellvorschiften der Europäischen Union verstoßen haben. Das berichtet der „Spiegel“. Dem Tech-Giganten wird vorgeworfen, dass sich das Unternehmen durch die Integration der eigenen Video-Konferenzen-Software Teams in das Office 365 Paket einen unfairen Wettbewerbsvorteil gesichert hat.

Mircrosoft entfernt Teams aus Office-Paket

Obwohl Microsoft Teams aus diesen Paketen entfernt hat, sieht die EU-Kommission noch immer Probleme. Sie meint, dass das US-Unternehmen seine Marktposition bei Produktivitätssoftware stark an Teams bindet und dadurch den Wettbewerb auf dem Markt für Kommunikations- und Kooperationssoftware einschränkt.

Außerdem werden die Angebote von Konkurrenten wie Slack Technologies, dem Unternehmen, das die ursprüngliche Beschwerde im Juli 2023 eingereicht hatte, weniger mit den Office-Paketen kompatibel sein, so CNBC. Laut EU-Kommission könnte Microsoft dadurch „die Konkurrenten am Wettbewerb und damit an der Innovation gehindert haben, zum Nachteil der Kundinnen und Kunden“.

Microsoft und Apple droht das gleiche Schicksal

Laut „Spiegel“ droht Microsoft ähnlich wie Apple eine Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des globalen Konzern-Jahresumsatzes, sollte sich der Verdacht der Wettbewerbsbehörden bestätigen. Die EU hat bereits in der Vergangenheit hohe Geldstrafen wegen Wettbewerbsverstößen gegen Microsoft Konzern verhängt. Das Unternehmen gab bekannt, weiter an Lösungen zu arbeiten, um die verbleibenden Bedenken der Kommission auszuräumen.