Unfallchirurgen raten auch Eltern zum Fahrradhelm

Immer mehr Kinder und Jugendliche tragen beim Fahrradfahren einen Helm: Bei den Elf- bis 16-Jährigen stieg von 2015 auf 2016 die Quote der Helmträger von 29 Prozent auf 34 Prozent

Aus Sicherheitsgründen und wegen der Vorbildwirkung raten Unfallchirurgen auch Eltern dringend zu einem Fahrradhelm. "Wirken Erwachsene nicht als Vorbild, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder später im Jugend- und Erwachsenenalter weiterhin einen Helm tragen", erklärte Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) am Freitag in Berlin.

Denn während die meisten Eltern ihrem Kind einen Helm aufsetzen, tragen sie selbst oftmals keinen. 2015 trugen nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) 76 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren einen Helm.

Ab 17 Jahren sinkt die Quote dann deutlich. Zwischen 17 und 21 Jahren trugen demnach nur noch sieben Prozent einen Kopfschutz, bei den 22- bis 30-Jährigen waren es acht Prozent und bei den 31- bis 40-Jährigen 14 Prozent. Im Alter zwischen 41 und 60 Jahren trugen immerhin 20 Prozent einen Helm.

Ein Fahrradhelm kann bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen verhindern. Er schützt den Kopf, indem er die Energie reduziert, die bei einem Aufprall auf den Schädel wirkt. Zudem können tödliche Hirnverletzungen um 60 bis 70 Prozent reduziert werden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es 2016 rund 14.480 schwerverletzte und mehr als 66.000 leichtverletzte Radfahrer. 392 Menschen starben bei einem Fahrradunfall.

Ein Fahrradhelm muss den Experten zufolge den Normen nach DIN EN 1078 entsprechen. Zudem muss er gut auf den Kopf passen und waagerecht sitzen. Der Helm sollte nach jedem Aufprall und generell nach fünf Jahren ausgetauscht werden.

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