Ungarn stellt zweiten Grenzzaun zur Abwehr von Flüchtlingen fertig

Ungarn verfolgt eine rigide Flüchtlingspolitik

Ungarn hat nach eigenen Angaben einen zweiten Grenzzaun zur Abwehr von Flüchtlingen fertiggestellt. "Ungarn verteidigt gleichzeitig seine Grenze und den Schengenraum", sagte Innenstaatssekretär Karoly Kontrat am Freitag bei einer Pressekonferenz in Rozke in der Nähe des Zauns an der Grenze zu Serbien. Der neue, zwei Meter hohe Stacheldrahtzaun verfügt über Nachtsichtkameras, Bewegungssensoren sowie Lautsprecher, aus denen Warnungen in fünf verschiedenen Sprachen dröhnen.

Zehntausende Flüchtlinge waren 2015 über die sogenannte Balkanroute nach Ungarn gelangt. Durch einen ersten ungarischen Grenzzaun und den Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei nahm die Zahl der Flüchtlinge jedoch rapide ab.

Die Regierung in Budapest verfolgt eine rigide Flüchtlingspolitik. Asylbewerber werden derzeit in Containerlagern an den Grenzen interniert, bis über ihren Antrag entschieden ist. Die Regierung argumentiert, mit einem Wiederanstieg der Flüchtlingszahlen und einem möglichen Ende des EU-Türkei-Deals zu rechnen. Deshalb sei der neue Zaun notwendig, der von 700 Gefangenen errichtet wurde. Regierungschef Viktor Orban sagte am Freitag in einem Radiointerview, die Grenzzäune würden "Ungarns Sicherheit für lange Zeit garantieren".

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