Streit um Schulungen: Sicherheitsfirma am Flughafen soll angeklagt werden

Am Donnerstag solle der Flugverkehr wieder normal statt finden.

Das NRW-Verkehrsministerium und die Bezirksregierung Düsseldorf wollen Strafanzeige gegen das Sicherheits-Unternehmen Kötter Airport Security stellen.

Hintergrund sind Vorwürfe von Kötter-Mitarbeitern am Flughafen Köln/Bonn, wonach ihnen Vorgesetzte Bescheinigungen über die jährlich vorgeschriebenen Pflicht-Fortbildungen ausgestellt hätten, ohne dass die Schulungen stattgefunden hätten.

Anonymes Schreiben ans Verkehrsministerium

Sie seien genötigt worden, Blanko-Schulungsunterlagen zu unterschreiben, klagten die Beschäftigten der Waren- und Personalkontrolle in einem anonymen Schreiben unter anderem an das Verkehrs-Ministerium. Für die „erfolgreiche Teilnahme“ seien dann Zertifikate verteilt worden.

Laut Ministerium gebe es einen Anfangsverdacht, es seien bei einem Teil der Fortbildungen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Kötter sei angewiesen worden, die Mitarbeiter innerhalb von zwei Monaten nachzuschulen. Die Sicherheit sei jedoch nicht beeinträchtigt worden, „weil nur Beschäftigte mit der gesetzlich notwendigen Zertifizierung am Flughafen tätig sind“.

Gewerkschaft fordert Rücktritt

Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim forderte den Rücktritt von Klaus Wedekind, Geschäftsführender Direktor der Kötter Airport Security. Er trage die Haupt-Verantwortung für den „Betrug am Personal, den Auftraggebern und den Sicherheitsbehörden“.

Auch der Flughafen prüft rechtliche Schritte und mögliche Regress-Ansprüche gegen das Unternehmen. Kötter habe schließlich Geld für die Schulungen erhalten, sagte Flughafenchef Garvens. (cht, cos)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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