Unglaublich: Erster digitaler Grabstein aufgestellt

Unglaublich: Erster digitaler Grabstein aufgestellt

Wer seine letzte Ruhestätte nicht mit einem klassischen Grabstein schmücken will, sollte jetzt aufpassen. In Slowenien wurde nun das weltweit erste digitale Monument für einen Friedhof aufgestellt. Doch was kann der interaktive Screen eigentlich?

Eine Welt ohne Apps und Smartphones können sich viel gar nicht mehr vorstellen. Nun nimmt die digitale Revolution eine weitere überraschende Entwicklung: Auf dem slowenischen Pobrezje-Friedhof am Stadtrand von Maribor können Besucher jetzt den ersten Prototypen eines digitalen Grabsteins bewundern.

Auf den ersten Blick ähnelt der digitale Grabstein einem gewöhnlichen Friedhofsmonument. Doch das Gerät kann noch viel mehr – es interagiert mit den Besuchern. Innerhalb weniger Sekunden merken Sensoren, dass jemand vor der Grabstätte steht und schalten einen interaktiven Bildschirm an. Dieser kann dann jeden digitalen Content wiedergeben.

Saso Radovanovic, Chef der Herstellerfirma Bioenergija erklärte Reuters: "Der Grabstein hat einen Sensor, und wenn niemand in der Nähe ist, zeigt er nur den Namen und das Geburts- und Todesdatum des Verstorben an … Das spart Energie und schützt den Screen und ebenso die Überlebensdauer des Grabsteins."

An der Entwicklung war auch Milan Zorman, Professor für Computerwissenschaften an der Universität von Maribor, beteiligt. Er verriet, dass ebenfalls an einer App getüftelt wird, die die Interaktivität des Grabsteins noch steigern soll. Dadurch sollen Besucher beispielsweise Musik per Smartphone hören können, während Videos auf dem Grabstein abgespielt werden, denn Lautsprecher würden die Ruhe auf dem Friedhof stören.

Laut den Herstellern handelt es sich bei dem circa 121 Zentimeter großen digitalen Grabstein um den weltweit ersten seiner Art. Er ist auch vor Wetter und Vandalen sicher . Erste Bestellungen sollen bereits eingetrudelt sein. Die Kosten für diesen besonderen Grabschmuck liegen bei 3.000 Euro.

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