Unglaublich: Mann wird mit 35 Singvögeln am Flughafen erwischt

Stefica Budimir-Bekan
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Es gibt Leute, die Drogen schmuggeln, andere wiederum versuchen es mit Alkohol und Zigaretten. Doch womit ein Mann am Flughafen JFK in New York erwischt wurde, toppt einfach alles.

A Transport Security Administration employee scans baggage using new Automated Screening Lane technology at Terminal 4 of JFK airport in New York City, U.S., May 17, 2017. REUTERS/Joe Penney
Was Zollbeamten am Flughafen JFK alles finden, lässt sich kaum in Worte fassen (Symbolbild: Reuters)

Der Typ hat doch echt einen Vogel! Was anderes fällt einem dazu nämlich nicht ein. Kevin Andre McKenzie, ein 36-jähriger Mann aus dem südamerikanischen Guyana, hat doch tatsächlich versucht, 35 (!) lebende Finken für einen Gesangswettbewerb über die Grenze zu schmuggeln – und das in seiner Jacke und seinen Socken! 

Was muss bloß in einem Menschen vorgehen, der 35 lebendige Vögel in Plastik-Lockenwickler stopft und sie dann in seiner Kleidung und seinen Socken versteckt? Als die Zollbeamten am New Yorker Flughafen Kevin Andre McKenzie durchsuchten, kippten sie bei diesem kuriosen Anblick womöglich aus den Latschen. Fotos zeigen, dass der Mann seine Jacke so präpariert hatte, dass ein Dutzend Singvögel darin Platz fanden. Die restlichen steckten in der Hose und den Socken des Reisenden. 

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In den Stadtteilen Brooklyn und Queens sind die Tiere heiß begehrt. Bei Gesangswettbewerben werden hohe Einsätze auf die Finken gewettet. Dass das Geschäft so gut läuft, ist dem Verkaufspreis der Tiere zu verdanken. Denn der kann, wie Beamtin Kathryn McCabe "CNN" verriet, bis zu 10.000 US-Dollar (rund 8.300 Euro) betragen. "Bei solchen Wettbewerben, die oft in öffentlichen Bereichen wie Parks durchgeführt werden, singen zwei Finken. Ein Richter wählt den Vogel aus, der die beste Stimme hat", erläutert sie.

Knapp 3000 Dollar (rund 2480 Euro) will man McKenzie für die Vögel angeboten haben. Das zumindest gab er gegenüber der Polizei an. Laut dem US Attorney's Office wurde er inzwischen gegen eine Kaution von 25.000 US-Dollar entlassen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass die beliebten Singvögel aus Guyana für Gesangswettbewerbe eingeschleust werden. Erst Anfang des Monats wurde ein Mann mit 29 Finken – ebenfalls am John F. Kennedy Airport – erwischt. Im Dezember 2018 hatten Zollbeamte sogar 70 Vögel in Lockenwicklern in der Reisetasche eines Mannes entdeckt, der genauso wie McKenzie aus Guyana eingetroffen war. Und es ist noch kein Ende in Sicht: Denn solange es Menschen gibt, die tausende von Dollar für die Vögel zahlen, wird das Geschäft mit den Tieren auch weiterhin blühen.

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