Unister-Reisegeschäft gehört nun offiziell tschechischem Investor

Der Verkauf des Reisegeschäfts des Leipziger Internetkonzerns Unister an einen tschechischen Investor ist offiziell abgeschlossen. Der Geschäftsbetrieb sei inzwischen vollständig an die Beteiligungsgesellschaft Rockaway Capital übergeben worden, teilte Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Dienstag mit. Die Portale wie ab-in-den-urlaub.de, fluege.de, reisen.de und billigfluege.de würden nun von der zu Rockaway gehörenden Invia-Gruppe geführt.

Rockaway übernimmt demnach insgesamt 540 Mitarbeiter und damit 20 mehr als bei Vertragsunterzeichnung kurz vor Weihnachten geplant. Auch die bisherigen Standorte sollen erhalten bleiben.

Rockaway sei der "ideale Partner" für das Reisegeschäft von Unister. Das Unternehmen verfüge "über die nötige Erfahrung, die nötigen Mittel und vor allem über ein vielversprechendes Geschäftsmodelll mit langfristiger Perspektive", erklärte Flöther.

Unister hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet, nachdem Gründer und Gesellschafter Thomas Wagner tödlich mit dem Flugzeug verunglückt war. Mehrere Tochterfirmen rutschten danach ebenfalls in die Insolvenz. Flöther begann unmittelbar nach dem Insolvenzantrag, international nach Investoren für einzelne Geschäftsbereiche zu suchen und die komplexe Struktur des Unister-Konzerns zu entflechten.

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