United-Chef gelobt Besserung im Dienste der Kunden

United-Schalter auf dem Flughafen in Chicago

Nach dem Skandal um den gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers aus einer United Airlines-Maschine hat Unternehmenschef Oscar Munoz Besserung gelobt. "Wir sind fester entschlossen denn je, den Kunden ins Zentrum all unserer Aktivitäten zu stellen", erklärte er am Montag bei Vorlage der Quartalszahlen. Der "Zwischenfall" in der United-Maschine sei eine "demütigende Erfahrung" gewesen, er übernehme die volle Verantwortung, fügte Munoz hinzu. Einen Rücktritt schloss er aber aus.

Der 69-jährige Passagier David Dao hatte sich vor gut einer Woche geweigert, seinen ihm zuvor angewiesenen Sitzplatz in einer Maschine wieder freizugeben. Daraufhin wurde er von Polizeibeamten in Chicago gewaltsam herausgeschleift, nach Angaben seiner Anwälte wurde ihm unter anderem das Nasenbein gebrochen.

Der Image-Schaden für United Airlines ist immens. In einer Online-Umfrage sagte eine Mehrheit der Befragten, sie würden lieber mit einer anderen Gesellschaft als United von New York nach Chicago fliegen, der wichtigsten Route der Airline in den USA.

United steigerte im ersten Quartal überraschend den Umsatz um 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich auf 8,42 Milliarden Dollar (7,92 Milliarden Euro). Das Unternehmen hatte im Januar noch gewarnt, der Umsatz werde wegen Preiserhöhungen stagnieren. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahresquartal vor allem wegen höherer Treibstoffkosten um 69 Prozent auf 96 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal rechnen Analysten wegen des Skandals aber mit sinkenden Umsätzen.

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