United-Chef Munoz wird nicht wie geplant Verwaltungsratsvorsitzender

United-Airlines-Chef Oscar Munoz

Der nach dem Skandal um den gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers in die Kritik geratene United-Airlines-Chef Oscar Munoz soll nicht wie geplant Vorsitzender des Verwaltungsrats werden. Munoz solle sich "ausschließlich" auf seine Rolle als Geschäftsführer konzentrieren können, teilte die US-Fluggesellschaft am Freitag (Ortszeit) mit. Ursprünglich hätte Munoz 2018 Vorsitzender des Gremiums werden sollen.

United war nach dem Rauswurf des 69-jährigen Passagiers David Dao massiv in die Kritik geraten. Dieser hatte sich geweigert, seinen Sitzplatz in einer überbuchten United-Airlines-Maschine wieder freizugeben. Daraufhin wurde er von Polizeibeamten in Chicago gewaltsam herausgeschleift, nach Angaben seiner Anwälte wurde ihm unter anderem das Nasenbein gebrochen.

Handyvideos von Mitreisenden verbreiteten sich rasch im Internet und führten zu Boykottaufrufen und einem immensen Image-Schaden für die Airline. Munoz entschuldigte sich für den Vorfall. Das Unternehmen werde alle nötigen Änderungen vornehmen, damit sich solch ein Zwischenfall nicht wiederhole.

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