Unkrautvernichter: BSR verzichtet auf umstrittenes Pflanzengift Glyphosat

Die Stadtreinigung will umweltfreundlicher werden und künftig auch weniger Kohlendioxid ausstoßen.

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) will künftig auf das umstrittene Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat verzichten. Das kündigte die BSR am Donnerstag an. Bislang hat sie das Pflanzengift vereinzelt unter strengen Auflagen für die Bekämpfung von Unkraut an Gehwegen verwendet. Der Verzicht auf Glyphosat ist Bestandteil der dritten Klimaschutzvereinbarung des Senates mit der BSR. Andere Ziele der Vereinbarung umfassen die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes und die schrittweise Umrüstung der Flotte auf umweltfreundliche Fahrzeuge.

Glyphosat wurde im Jahr 2015 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Innerhalb der Europäischen Union ist ein Verbot des Pflanzengifts umstritten. Die Risiken sind jedoch umstritten. Mit der Entscheidung reagiere die BSR auf die Verunsicherung der Berliner Bevölkerung und der Mitarbeiter, erklärte eine BSR-Sprecherin.

Das bedeute aber auch, dass Unkraut künftig per Hand und deshalb nicht mehr so effektiv entfernt werden könne. "Wir werben parallel dazu für mehr Toleranz bei etwas mehr Grün in der Stadt." Die Wildkräuter nützen auch Insekten, vor allem Bienen. Bei wenig genutzten Wegen stelle sich außerdem die Frage, warum diese überhaupt gepflastert seien. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz prüfe derzeit, welche Flächen entsiegelt werden könnten, um eine Unkrautentfernung künftig zu vermeiden.

Die BSR setzte bislang das Mittel "Roundup Roto" ein, das Glyphosat enthält. Die Verwendung ...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen