UNO: Urheber des Anschlags bei Aleppo waren als Helfer verkleidet

Verheerender Anschlag auf Busse in Syrien

Die Urheber des schweren Anschlags vom Osterwochenende, bei dem im Norden Syriens mehr als 120 Menschen getötet und mehrere hundert weitere verletzt wurden, waren als Helfer verkleidet. Die Attentäter hätten so getan, "als wenn sie Hilfsgüter verteilen wollten", und damit auch gezielt Kinder angezogen, sagte der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, am Donnerstag vor Journalisten in Genf. Unter den Toten des Anschlags, der an einem Kontrollpunkt in Raschidin verübt wurde, waren fast 70 Kinder.

"Wir wissen nicht, wer es war. Was wir wissen, ist, dass sie als humanitäre Helfer verkleidet waren", sagte der UN-Hilfskoordinator für Syrien, Jan Egeland. Egeland und de Mistura bezogen sich auf Zeugenaussagen, nach denen die Attentäter in Raschidin Tüten mit Chips verteilten, bevor der Sprengsatz am Samstag gezündet wurde.

Zu dem Selbstmordanschlag, der mit einem Transporter verübt wurde, bekannte sich niemand. Die Regierung in Damaskus machte "Terrorgruppen" verantwortlich. Sie bezeichnet grundsätzlich alle ihre bewaffneten Gegner im Land als "Terroristen". Die meisten Opfer des Anschlags waren Bewohner der Städte Fua und Kafraja, die mit Bussen aus diesen seit Jahren von Regierungstruppen belagerten Orten evakuiert worden waren.

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