UNO: Weltbevölkerung könnte 2100 bei elf Milliarden liegen

Shanghai zählt zu den Ballungszentren Chinas (Bild: AP Photo/Eugene Hoshiko)

Die Weltbevölkerung wird bis zum Jahr 2050 von heute 7,7 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden anwachsen. Bis 2100 könnte die Zahl sogar bis auf elf Milliarden Menschen hochgehen, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen.

Dem Bericht mit dem Titel "World Population Prospects" zufolge wird sich das Bevölkerungswachstum bei zunehmender Lebenserwartung vor allem in einer Handvoll Länder abspielen, während das Wachstum weltweit aufgrund rückläufiger Geburtenraten zurückgehen werde.

Bis 2050 wird mehr als die Hälfte des weltweiten Bevölkerungswachstums demnach vor allem in neun Ländern stattfinden: Indien, Nigeria, Pakistan, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten sowie in den USA und in der Demokratischen Republik Kongo. In China dagegen, dem bevölkerungsreichsten Land der Welt, werde die Bevölkerung leicht schrumpfen: um 2,2 Prozent bis 2050 - das sind 31,4 Millionen Menschen weniger.

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In einer Reihe von Ländern werde die Sterberate die Geburtenrate übersteigen: in Deutschland, Estland, Ungarn, Italien, Japan, Russland, Serbien, Weißrussland und in der Ukraine. Der Bevölkerungsverlust werde jedoch durch Zuwanderung ausgeglichen, heißt es in der UN-Studie.

Die Geburtenrate werde bis 2050 auf 2,2 Geburten pro Frau zurückgehen; ein Trend der sich fortsetze: von 3,2 im Jahr 1990 über 2,5 im Jahr 2019. Damit liege die Geburtenrate dann nur noch knapp über der für einen Generationenwechsel erforderlichen Rate von 2,1 Geburten pro Frau. Zugleich steige die Lebenserwartung auf durchschnittlich 77,1 Jahre im Jahr 2050; derzeit sind es 72,6 Jahre.

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