Unschöne Überraschungen im Adventkalender

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Das Warten auf Weihnachten versüßen sich große und kleine Leute gern mit einem Adventskalender. Doch manchmal verbirgt sich hinter den Türchen auch etwas anderes als gedacht. Das kann vor allem für Kinder problematisch werden. Worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Ein wiederbefüllbarer Adventskalender. (Bild: Getty Images)
Ein wiederbefüllbarer Adventskalender. (Bild: Getty Images)

Der Verkauf von Adventskalendern ist in vollem Gange. Schließlich ist der 1. Dezember und damit auch das Öffnen des ersten Türchens nicht mehr weit. Ob im Supermarkt oder bei Online-Händlern im Internet: Die Auswahl an Adventskalendern scheint schier unendlich zu sein.

Neben klassischen Füllungen mit Schokolade, sind die vorweihnachtlichen Kalender auch mit anderen Inhalten wie Spielzeug, Schmuck, Tee oder Beauty-Accessoires erhältlich.

Doch es gibt einige Dinge, auf die man beim Kauf von Adventskalendern achten sollte, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, rät die Verbraucherzentrale Bremen. Das gilt vor allem für Kalender, die für Kinder gedacht sind. Denn auf denen fehle sehr oft eine Kennzeichnung, ob der Inhalt überhaupt für Kinder geeignet ist.

Schlecht erkennbare Hinweise auf Alkohol

Allein kindliche und märchenhafte Weihnachtsmotive seien kein Indiz für kindgerechte Inhalte. “Lesen Sie vor dem Kauf von Adventskalendern für Kinder unbedingt die Zutatenliste“, rät Annabel Dierks, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

Denn oft werde erst beim Blick auf das Kleingedruckte klar, dass sich hinter den bunten Türchen Alkohol verbirgt. In winzig kleiner Schrift reihen sich dann auf der Rückseite Zutaten wie Kirschwasser, Amaretto oder Cognac aneinander.

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Solche verbraucherunfreundlichen Kennzeichnungen werden von der Verbraucherzentrale Bremen schon lange kritisiert. “Auch wenn es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, es sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, ob die Adventskalender für Kinder geeignet sind. Vor allem, wenn sie kindliche Motive tragen“, sagt Annabel Dierks. Auf Herstellerseite gebe es dafür jedoch nur wenig Einsicht, da man die weihnachtlich-kindlichen Darstellungen nicht durch einen Hinweis auf enthaltenen Alkohol in Mitleidenschaft ziehen wolle.

Fairer Handel

Auch bei klassischen Schoko-Adventskalendern rät die Verbraucherzentrale dazu, auf Unterschiede zu achten. Denn gerade beim Kakaoanbau seien Kinderarbeit und Ausbeutung weiterhin problematisch.

Wer fair gehandelte Schokolade kauft, fördert damit bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Anbauländern. Aufschluss zu den Herstellungsprozessen geben Siegel wie etwa Fairtrade, Fairtrade Cocoa, GEPA fair+ oder auch Vegan-Blume und Bio-Siegel.

Auf Verpackungsmüll achten

Durch Adventskalender fällt auch in jedem Jahr eine Menge Verpackungsmüll an. Doch auch da lohnt es sich genauer hinzuschauen. Nachhaltige Verpackungen sind recyclebar oder sind aus Recyclingkarton hergestellt und haben ein Innenleben aus Graspapier oder kompostierbarem Plastik.

"Am besten sind Beutel oder Schachteln, die Sie jedes Jahr wieder befüllen können“, rät Annabel Dierks. Die sparen nicht nur Verpackungsmüll, sondern können individuell nach eigenen Wünschen bestückt werden und günstiger ist das oft obendrein.

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