Unterhauswahl-Umfrage: Vorsprung der Konservativen halbiert

In Großbritannien haben die regierenden Konservativen deutlich an Zustimmung eingebüßt. Der neuesten Umfrage von YouGov für die Sunday Times zufolge schrumpfte der Vorsprung der Konservativen vor der Labour-Partei von 25 Prozentpunkten auf 13. Zwei andere Umfragen bestätigen diese Tendenz.

In der YouGov Umfrage sprachen sich 44 Prozent für die Konservativen (48 % in der Vorwoche) aus. Labour legte von 25 Prozent auf 31 Prozent zu.

In Schottland hingegen könnten die Konservativen den dort regierenden Nationalisten von der SNP gar

bis zu sieben Sitze abnehmen. Vor zwanzig Jahren hatten sie alle Unterhausmandate verloren und sind momentan nur mit einem schottischen Abgeordneten vertreten.

UK Election Polls 30/04/2017 https://t.co/98BEzjXTs7 pic.twitter.com/vqKvPeU5Ks— adam smith (@adamsmith1922) 29. April 2017

In der schottischen Hochburg der Konservativen, Aberdeenshire, sprach sich Premierministerin Theresa May gegen ein erneutes Unabhänigkeitsreferendum für Schottland aus. “Jetzt sollten wir zusammenarbeiten, nicht spalten! Deshalb sage ich, jede Stimme für mich und mein Team stärkt uns bei den Brexit-Verhandlungen”, sagte May.

Trotz des Aufschwungs in den jüngsten Meinungsumfragen droht Oppositionsführer Jeremy Corby eine bittere Niederlage. Gemäßigte Labourabgeordnete, Kritiker des vom linken Parteiflügel stammenden Corbyn, befürchten, dass Labour etwa 70 seiner 229 Unterhausmandate verlieren könnte. Allerdings würden vorallem gemäßigte, Corbyn-Gegner ihre Sitze verlieren und so der linke Parteichef gestärkt aus der Niederlage hervorgehen.

Corbyn warf auf einer Kundgebung in Ostlondon den Konservativen vor, mit ihrem Focus auf dem Brexit von ihrem Versagen als Regierungspartei ablenken zu wollen.

“Die Konservativen würden eher unglaubwürdige Versprechen für Großbritanniens Zukunft außerhalb der EU machen, als über ihre Bilanz gebrochener Versprechen und Vernachlässigung aus sieben Jahren zu reden”, sagte Corbyn.

Auch die neuesten Umfrageergebnisse, die eine schwindende Unterstützung für die Konservativen bezeugen, bedeuten, dass die Regierungspartei ihre Unterhausmehrheit bei der Wahl am 8. Juni ausbauen dürfte.

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