Unternehmen können ihren Strom nicht mehr zahlen

Die hohen Energiekosten treffen uns alle. Kleine und mittlere Unternehmer leiden besonders. Hier in Griechenland müssen viele Geschäfte einfach zumachen. Auch Theofilos Payatis hat Angst davor. Seine Firma verarbeitet Aluminium, er hat sieben Angestellte. Die Kosten für Strom sind enorm in die Höhe gegangen, und ebenso die Kosten für das Material, das er unbedingt braucht: Aluminium: "Die ganze Situation ist inakzeptabel. Ein 85-prozentiger Anstieg der Energiekosten. Das können wir nicht stemmen. Und das Aluminium kostete vor acht Monaten noch 5 Euro pro Kilo, jetzt sind es 10, der Preis hat sich also verdoppelt. Wie sollen wir das an die Kunden weitergeben?"

Auch dieses Restaurant steht vor großen Problemen. Es kommen immer weniger Gäste, doch die Kosten schnellten in die Höhe. Ohne eine staatliche Hilfe könnte Eigentümer Michalis Kolios den Strom nicht mehr zahlen: "2021 zahlte ich 35.000 Euro für Strom. Und in diesem Jahr habe ich jetzt schon 70.000 Euro gezahlt. Das Jahr ist noch nicht mal vorbei. Mehr als eine Verdopplung der Stromkosten. Das kann ich nicht mehr bezahlen."

Giorgos Gravanis arbeitet seit 15 Jahren als Kellner. Mit seinem Lohn war er immer ausgekommen, jetzt nicht mehr: "Früher kaufte ich eine große Packung Fetakäse für 9 Euro, sie kostet jetzt 12. Große Packung Hühnerteile 8 Euro, jetzt 11. Strom ist unglaublich teuer und alles im Supermarkt auch."

Zuerst die Schuldenkrise in Griechenland, dann die Pandemie und der Krieg in der Ukraine. Ständige Herausforderungen an die griechischen Unternehmen. Viele haben schon aufgegeben. Der Verband kleinerer und mittlerer Unternehmen schätzt, dass 40 Prozent der Firmen gerade noch einen Monat durchhalten. können.