Untersuchung von Green City e.V. - Abgase in der Stadt: Hier ist die Luft besonders schlecht

AZ/Anna Rauch/ms

Mit einer eigenen Untersuchung wollte die Umweltorganisation Green City e.V. der schlechten Luft in München auf den Grund gehen. Das Ergebnis ihrer Analyse: Münchens Abgasproblem ist flächendeckend.

München - In Atemmasken und Schutzanzügen stehen Aktivisten der Umweltorganisation Green City an der Kreuzung von Blumen- und Corneliusstraße. Auf den Transparenten, die sie halten, ist zu lesen: "Luft ist gesund. Hier nicht." Gelegentlich bleiben Passanten stehen und wundern sich, auch Autos bremsen beim Anblick der Mini-Kundgebung merklich ab.

Green-City-Aktivisten bei der Demo an der Blumenstraße – auch hier sind die Werte zu hoch. Foto: Petra Schramek

Der Auftritt am Freitagmorgen war von den Mitgliedern des Vereins bewusst dramatisch gestaltet worden, ging es doch um ein für sie drängendes Problem: die Abgasbelastung in der Stadt. Dass die schon seit Jahren zu hoch ist, ist kein Geheimnis. Neue Messungen des Vereins und der Ludwig-Bölkow-Stiftung zeigen jedoch: Das Problem könnte gravierender und flächendeckender sein als bisher angenommen.

Im November und Dezember des letzten Jahres konnten Münchner direkt vor ihrer Haustür die Stickstoffdioxid-Konzentration messen – ausgegangen ist die Abgas-Untersuchung von Green City e.V. und der Ludwig-Bölkow-Stiftung. In einer Mitteilung vom Freitag gibt die Umweltorganisation bekannt: "An mindestens 15 Orten im Stadtgebiet überschreiten die Werte teils deutlich die gesetzlichen Grenzen."

Dicke Luft auch in den Wohngebieten

An der Erhebung mittels sogenannter Passivsammler beteiligten sich über zwei Monate lange insgesamt 50 Personen. An 15 Messpunkten wurde der gesetzliche Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter überschritten.
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