Ursula Karven: MeToo hat in Deutschland nicht wirklich was gebracht

·Lesedauer: 1 Min.

So nicht! Schauspielerin Ursula Karven (57) möchte, dass Sexismus am Arbeitsplatz gerichtliche Konsequenzen hat.

MeToo bleibt folgenlos in Deutschland

Als vor Jahren die MeToo-Bewegung in den USA startete, hoffte der Fernsehstar, dass die Welle auch nach Deutschland überschwappt und sich die Arbeitsbedingungen für Frauen verbessern würden. Aber die Wahl-Berlinerin musste erkennen, dass sich nicht wirklich etwas getan hat. In ihrem Beruf hat die Darstellerin genügend unschöne Situationen erlebt, wie sie gegenüber 'Bild' offenbarte. "Ich ärgere mich seit 30 Jahren, konstant. Ich habe mich über alle Maßen geärgert, als ich selbst Übergriffe erlebt habe – und komplett hilflos war." Die Strukturen hätten sich nicht geändert. "Und ich ärgere mich heute noch viel mehr, weil sexuelle Belästigung immer noch meist nach demselben Prinzip stattfindet: Machtmissbrauch." Diesem Machtmissbrauch will sie entgegenwirken.

Ursula Karven hat eine Petition ins Leben gerufen

Die engagierte Künstlerin will dabei gerichtliche Möglichkeiten ausbauen und Druck auf die Politik aufbauen, wie sie beim Iconista Award verriet: "Ich habe eine Petition gestartet, die die EU dazu auffordert, die Ratifizierung eines UN-Abkommens zur Bekämpfung von Sexismus am Arbeitsplatz voranzutreiben." Das Feedback ihrer Aktion sei sehr positiv. Ursula Karven bekam viele Zuschriften und sie war schockiert, wie viele Frauen, aber auch Männer unter Sexismus am Arbeitsplatz leiden würden. Man kann nur hoffen, dass Ursula Karven mit ihrer Petition Erfolg haben wird und sich die Situation ändert.

Bild: Famous/ACE PICTURES/INSTARimages.com

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.