Urteil am Amtsgericht - Lukrativer Handel mit Schrott-Lkw: Sieben Monate Haft

AZ

Die wissentlich falsche Lagerung ihrer Lkw und fragwürdige Geldgeschäfte mit arabischen Partnern wurden zwei Spediteuren aus München zum Verhängnis.

München - Die angeklagten Vergehen lesen sich etwas sperrig, für die beiden Verurteilten bedeuten sie allerdings eine Freiheitsstrafe von sieben und sechs Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 4.000 Euro.

Der Richter am Amtsgericht verurteilte einen 26-jährigen Speditionskaufmann aus München wegen des "unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen, fahrlässigen unerlaubten Betreibens von Anlagen und fahrlässiger unerlaubter Erbringung von Zahlungsdiensten", einen ebenfalls 26-jährigen Neufahrner "wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen und fahrlässigen unerlaubten Betreibens von Anlagen".

Geldwerter Schrott

Beide Männer gründeten Ende 2007 eine Gesellschaft, die Speditionsleistungen, insbesondere den Transport von Fahrzeugen in afrikanische und arabische Länder, erbringt. Bei einer Kontrolle am 19. März 2015 wurde festgestellt, dass auf dem 5.100 Quadratmeter großen Firmengrundstück in der Riesenfeldstraße neben 30 FCKW- haltigen Kühlschränken und weiterem Elektroschrott insgesamt 128 Autos und Lkw lagerten und auf ihren Export warteten.

Die Fahrzeuge waren auf unbefestigtem Grund abgestellt. 38 dieser Fahrzeuge waren noch mit den Betriebsstoffen gefüllt, obwohl sie nicht mehr betriebstüchtig und schrottreif waren. Die beiden Spediteure nahmen in Kauf, dass aufgrund des maroden Zustands der gelagerten Fahrzeuge Altöle und Batterie- sowie Motorflüssigkeiten auslaufen und den Boden verunreinigen konnten.
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