Urteil am Amtsgericht - Reisrerücktritt wegen Niereninsuffizienz - Versicherung muss zahlen

AZ

Wer an einer Niereninsuffizienz leidet und eine Reiserücktrittsversicherung hat, hat unter Umständen Anspruch auf Erstattung der Stornierungskosten. Das hat das Amtsgericht München entschieden.

München - Eine Klausel in den Allgemeinen Reisebedingungen, nach der keine Leistungspflicht für bei der Reisebuchung bestehende Krankheiten und deren Folge festgeschrieben ist, benachteiligt den jeweiligen Versicherungsnehmer unangemessen und ist dasher unwirksam.

Zu diesem Urteil kommt das Amtsgericht München, das den Fall eines 77-Jährigen aus Dietzenbach verhandelte, der eine Kreditkarte besitzt, über die er reiserücktrittsversichert ist. Der Mann buchte im Jahr 2014 für sich und seine Frau eine Reise nach Teneriffa.

Der Kläger leidet seit 2006 an einer nicht akuten Niereninsuffizienz, die jahrelang unauffällig und ohne Beschwerdeerscheinungen war. Im Dezember, kurz vor der Reise, litt der 77-Jährige an einer Angina, er musste sich im Krankenhaus behandeln lassen. Kurz darauf wurde festgestellt, dass der Kreatinwert gestiegen war.

Versicherung will nicht zahlen

Die Ärzte rieten von der Reise ab. Als der Rentner die Reise stornierte, stellte ihm das Reiseunternehmen eine Stornogebühr von 923 Euro in Rechnung.
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