Urteil in Prozess um tödliche Messerattacke in Regionalzug bei Brokstedt erwartet

Fast eineinhalb Jahre nach der tödlichen Messerattacke in einem Regionalzug im schleswig-holsteinischen Brokstedt verkündet das Landgericht Itzehoe das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. (Marcus Brandt)
Fast eineinhalb Jahre nach der tödlichen Messerattacke in einem Regionalzug im schleswig-holsteinischen Brokstedt verkündet das Landgericht Itzehoe das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. (Marcus Brandt)

Fast eineinhalb Jahre nach der tödlichen Messerattacke in einem Regionalzug im schleswig-holsteinischen Brokstedt verkündet das Landgericht Itzehoe am Mittwoch (11.00 Uhr) das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der 34-jährige Beschuldigte Ibrahim A. unter anderem wegen zweifachen Mordes und vierfachen Mordversuchs lebenslang ins Gefängnis kommen.

Die Verteidigung hält ihn dagegen für psychisch krank. Sie fordert deshalb einen formalen Freispruch und eine Unterbringung in der Psychiatrie. Ein vom Gericht beauftragter psychiatrischer Sachverständige sah bei A. keine tatrelevanten Einschränkungen der Schuldfähigkeit. Die Attacke hatte sich am 25. Januar vergangenen Jahres während der Fahrt eines Regionalzugs ereignet. Zwei Jugendliche starben, mehrere weitere Menschen wurden schwer verletzt.

bro/cfm