Nach Urteil zur Sterbehilfe liegen Bundesinstitut zwölf Anträge vor

Rund einen Monat nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Sterbehilfe liegen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits zwölf Anträge dazu vor. Die schwer kranken Patienten haben die Erlaubnis zum Erwerb eines tödlich wirkenden Betäubungsmittels beantragt, wie ein Sprecher des BfArM am Freitag in Bonn bestätigte. Der "Tagesspiegel" hatte zuerst darüber berichtet.

Eine Entscheidung sei bisher noch nicht gefallen, sagte der Institutssprecher. Zunächst würden das vollständige Urteil und die schriftliche Begründung abgewartet. "Entscheidungen zu Anträgen dieser Tragweite können aus Sicht des BfArM nicht allein auf Basis einer Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts erfolgen", hieß es.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte Anfang März geurteilt, dass der Zugang zu Medikamenten für eine schmerzlose Selbsttötung "in extremen Ausnahmesituationen" vom Staat nicht verwehrt werden darf. Ausgangsfall war eine gelähmte Frau, der entsprechende Arzneimittel verwehrt worden waren. Sie nahm sich 2005 in der Schweiz mit Hilfe des Vereins Dignitas das Leben. Ihr Witwer klagte jedoch in Deutschland und erstritt das Urteil.

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