Urteile gegen Missbrauchstäter von Lügde rechtskräftig

Der Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach hat sich erneut massiv ausgeweitet. Zudem wurden mögliche Querverbindungen zum Fall Lügde bekannt, die aber nach Ermittlerangaben derzeit nicht auf strafrechtlich relevante Zusammenhänge schließen lassen

Die Urteile gegen die Haupttäter der Missbrauchsserie von Lügde sind rechtskräftig. Binnen einer Woche nach der Verurteilung der beiden Männer zu langen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung legte keiner der Prozessbeteiligten Revision gegen den Richterspruch ein, wie das Landgericht Detmold am Freitag mitteilte. Angeklagte, Staatsanwaltschaft und Nebenkläger verzichteten demnach auf Rechtsmittel.

Das Detmolder Landgericht hatte am Donnerstag vergangener Woche die Angeklagten Andreas V. und Mario S. zu 13 und zwölf Jahren Haft verurteilt sowie bei beiden die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die geständigen Angeklagten über Jahre hinweg auf dem Campingplatz von Lügde mindestens 32 Kinder sexuell missbraucht hatten.