Uruguays Präsident äußert sich im Streit um Beißattacke

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Suárez nach dem Schulterbiss an Chiellini

In den Streit um die Beißattacke von Uruguays Nationalspieler Luis Suárez bei der WM in Brasilien hat sich nun auch Staatspräsident José Mujica eingeschaltet - und den Fußballer verteidigt. "Ich habe nicht gesehen, dass er irgendjemanden gebissen hat", sagte Mujica vor Journalisten. Alle Spieler hätten sich beim Gruppenspiel Uruguay gegen Italien "viele Tritte und Stöße gegeben". Suárez sei "ein exzellenter Spieler" fügte der Präsident noch hinzu.

Suárez hatte bei der Begegnung am Dienstag seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen. Dem Star des FC Liverpool, der bereits zweimal mit Beißattacken auf Gegenspieler auffällig wurde, droht deshalb ein Ausschluss von der WM. Suárez selbst gab sich nach dem Spiel unschuldig und erklärte: "Solche Dinge passieren im Spiel. Das sollte man nicht überbewerten."

Die Beißattacke hatte in sozialen Netzwerken ein Feuerwerk an Fotomontagen und Kommentaren ausgelöst. Ein auf Twitter veröffentlichtes Bild zeigte beispielsweise den 27-Jährigen mit der Maske des Kannibalen Hannibal Lecter aus dem Kinothriller "Das Schweigen der Lämmer". McDonald's in Uruguay versuchte seinerseits, die unsportliche Attacke für Werbezwecke zu nutzen. "Hi @luis16suarez, wenn Du noch hungrig bist, komm und beiß' in einen BigMac", schrieb die Imbisskette auf ihrem Twitterkonto.