US-Außenministerium zeigt erstmals diese Flagge im Pride Month - was sie bedeutet

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Die angepasste Progress-Fahne wird nun auch über dem Außenministerium wehen (Bild: Angela Weiss / AFP)
Die angepasste Progress-Fahne wird nun auch über dem Außenministerium wehen (Bild: Angela Weiss / AFP)

Das US-Außenministerium wird anlässlich des Pride Month die Regenbogenflagge wehen lassen. Es ist auch ein Statement gegenüber der Trump-Regierung.

Das Thema Regenbogen scheint die Gemüter immer noch erstaunlich zu bewegen. Zunächst war es die Kapitänsbinde von Manuel Neuer, die Ermittlungen der Uefa hervorrief, jetzt wurde es der Stadt München untersagt, die Allianz-Arena beim Spiel der DFB-Elf gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten zu lassen. Auch in den USA ist die symbolträchtige Flagge immer noch ein Politikum. Außenminister Anthony Blinken verkündete jetzt, dass sein Ministerium mit der bunten Fahne beflaggt wird, um den Pride Month zu feiern. 

Pride-Flagge zum Jahrestag

Es wäre das erste Mal, dass die inzwischen erweiterte Progress-Flagge über dem Ministerium weht. Die Flagge wurde 2017 von Daniel Quasar entworfen und enthält auf der linken Seite einen Keil in Farben der Trans-Pride-Flagge und in braun und schwarz, um alle Communities einzuschließen. Ab dem 26. Juni soll die Fahne für drei Tage aufgezogen werden. Der 26.6. ist der Jahrestag der Gerichtsentscheidung, die 2015 gleichgeschlechtliche Ehen in den ganzen USA erlaubte. Der letzte der drei Tage ist der 52. Jahrestag der Ausschreitungen von Stonewall im New Yorker Viertel Greenwich Village.

Blinken beschrieb die Flagge bei einer Pressekonferenz des Atlantic Councils als ein Symbol, das die Diversität und Intersektionalität von LGBTQI Menschen und Communities weltweit umfasse. Auch die US-Botschaften auf der ganzen Welt dürfen die Flagge hissen, sagte Blinken. In mehreren Tweets betonte das State Department den Willen, sich für die Rechte von LGBTQI Menschen einsetzen zu wollen.

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Die Trump-Regierung hatte dies laut New York Post im Juni 2019 noch mindestens vier Botschaften verboten, darunter auch der in Berlin. Blinkens Freigabe zeigt auch die Umkehr der Regierungspolitik unter Joe Biden. "In jedem einzelnen Land, in dem wir vertreten sind, haben die Botschafter und Abgesandten die Genehmigung die Pride Fahne an einem außen sichtbaren Flaggenmast wehen zu lassen," stellte der Außenminister klar. Dieses Symbol von Macht und Wille, sich öffentlich zu äußern und die Kraft der eigenen Diversität zu zeigen, sei eine "extrem wichtige Botschaft," so Blinken. Trumps Vize-Präsident Mike Pence hatte nach dem Verbot vor zwei noch Jahren betont, an Regierungsgebäuden solle ausschließlich die US-amerikanische Flagge zu sehen sein.

Auf dem Twitter-Account des Ministerium wurde nun auch US-Präsident Biden selbst mit den Worten zitiert: "Pride ist nicht nur eine strahlende gemeinsame Feier von Sichtbarkeit, sondern auch eine persönliche Feier von Selbstwert und Würde." Im vergangenen Monat hatte bereit eine andere Geste des Außenministeriums Aufmerksamkeit erregt. An Botschaften auf der ganzen Welt wurde die "Black Lives Matter"-Fahne aufgezogen, um an den Mord an George Floyd zu erinnern und sich deutlich gegen systemischen Rassismus zu positionieren. 

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