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US-Country-Star Toby Keith stirbt im Alter von 62 Jahren

US-Country-Sänger Toby Keith ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Er wurde berühmt mit patriotischen Songs nach dem 11. September 2001, im Januar 2017 trat Keith bei der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump auf. (Matt Winkelmeyer)
US-Country-Sänger Toby Keith ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Er wurde berühmt mit patriotischen Songs nach dem 11. September 2001, im Januar 2017 trat Keith bei der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump auf. (Matt Winkelmeyer)

Einer der bekanntesten Country-Sänger der USA ist tot: Toby Keith starb laut einer Erklärung in der Nacht auf Dienstag im Alter von 62 Jahren im Kreise seiner Familie. Nach einer Krebsdiagnose im Jahr 2022 habe er "mit Würde und Mut" gegen die Krankheit gekämpft, hieß es weiter auf Keiths Account im Online-Dienst X (vormals Twitter). Im Januar 2017 war Keith bei der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump aufgetreten.

Keith war in den USA eine stark umstrittene Figur: In ländlichen, konservativ geprägten Regionen wurde er für die Texte seiner Songs gefeiert, in denen er seinen inbrünstigen Patriotismus besang und Alkoholkonsum verherrlichte. Kritiker warfen ihm Chauvinismus und Nationalismus vor.

Der im Bundesstaat Oklahoma geborene Keith arbeitete zunächst auf den Erdölfeldern seiner Heimat - und schaffte in den 90er Jahren seinen Durchbruch als Musiker. Aufsehen erregte er insbesondere mit Songs, die er nach den Anschlägen vom 11. September 2001 veröffentlichte. In "Courtesy of the Red, White and Blue" sang er etwa "Wir werden einen Stiefel in euren Arsch schieben / das ist der American Way".

Berüchtigt war Keith auch für seine Fehden mit anderen Musikern: Nachdem Natalie Maines, Frontsängerin der Country-Band "The Chicks", sich gegen die 2003 begonnene US-Invasion im Irak ausgesprochen hatte, ging er mit einer Fotomontage auf Tour, die Maines an der Seite des irakischen Machthabers Saddam Hussein zeigte.

Im Januar 2017 war Keith der berühmteste Künstler, der bei der Amtseinführung Trumps auftrat. Allerdings hatte er zuvor auch auf Veranstaltungen von dessen Vorgänger Barack Obama gespielt.

In den ersten Monaten von Trumps Präsidentschaft begleitete Keith den Republikaner auch bei einem Besuch in Saudi-Arabien - wo er ein Konzert vor einem ausschließlich männlichen Publikum spielte.

se/lan