Der US-Handelskrieg macht Kryptowährungen für Chinesen immer attraktiver

Tom Wilson und Gertrude Chavez-Dreyfuss, Reuters
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In China wächst die Nachfrage nach Kryptowährungen rasant. Der Handelsstreit mit den USA und eine schwächere Landeswährung treiben immer mehr Investoren aus dem Reich der Mitte in digitale Zahlungsmittel, sagen Marktteilnehmer von Asien bis New York. Genaue Zahlen über Volumina im Kryptohandel sind zwar äußerst schwer zu bekommen, doch von Chinesen genutzte Krypto-Handelsplätze verzeichnen Börsenbetreibern und Brokern zufolge deutliche Zuwächse.

Die Auswirkungen der US-Zölle auf die chinesische Wirtschaft und ein sinkender Yuan veranlassten einige größere Investoren, Geld in Kryptowährungen umzuschichten, sagt Andy Cheung, Leiter der bei Chinesen beliebten Plattform OKEx in Malta. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt befindet sich durch den Showdown mit Donald Trump in schwerem Fahrwasser. Die Industrieproduktion wuchs zuletzt so langsam wie seit 17 Jahren nicht mehr, gleichzeitig fällt der chinesische Yuan seit Wochen. Im Gegenzug übersprang der Dollar Anfang August erstmals seit 2008 die psychologisch wichtige Marke von sieben Yuan, weswegen aus Washington schnell der Vorwurf der Währungsmanipulation an Peking laut wurde.

Während der Yuan-Talfahrt konnte die älteste und wichtigste Cyberdevise Bitcoin hingegen sieben Prozent zulegen. Die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen wuchs gleichzeitig um neun Prozent. Das ließ Experten spekulieren, ob einige chinesische Investoren sich vom Yuan trennten und digitale Währungen kauften. Mati Greenspan, Analyst bei der Börse eToro, stellt einen sprunghaften Anstieg beim Volumen aller Kryptowährungen auf der Handelsplattform von eToro fest, sowohl weltweit als auch in China und Hongkong.

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