US-Hilfslehrerin protestiert mit verpöntem Blackfacing gegen Corona-Impfpflicht

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Corona-Impfung (AFP/THOMAS KIENZLE)

Um gegen die Corona-Impfpflicht zu protestieren, ist eine Hilfslehrerin in den USA mit schwarz angemaltem Gesicht zur Arbeit erschienen. Wie die Zeitung "Newberg Graphic" im US-Bundesstaat Oregon am Montag berichtete, sagte Lauren Pefferle, sie stelle damit die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks dar, um ihrer Kritik an der Corona-Impfpflicht an Schulen Ausdruck zu verleihen. Für das Schwärzen ihres Gesichts habe sie Jod benutzt.

Rosa Parks hatte in den 50er Jahren gegen die Rassentrennung in den USA protestiert, indem sie sich weigerte, von einem Sitzplatz in einem für weiße Fahrgäste reservierten Bereich eines Busses aufzustehen. Das sogenannte Blackfacing, bei dem sich Weiße schwarz anmalen, um Schwarze darzustellen, ist als äußerst beleidigend verpönt.

Die umstrittene Protestaktion an der Mabel-Rush-Schule nahe Portland blieb für Pefferle nicht folgenlos. Die betreffende Mitarbeiterin sei "von der Örtlichkeit entfernt" und suspendiert worden, teilte der Schulbezirk Newberg mit, ohne die Mitarbeiterin namentlich zu nennen.

Es sei "wichtig, sich daran zu erinnern, wie Blackfacing genutzt wurde, um Schwarze falsch darzustellen und Schaden anzurichten", erklärte die Schulverwaltung. "Wir erkennen die Gewalt an, die dies darstellt, und die Verletzung, die es unabhängig von der Absicht hervorruft. Blackfacing hat keinen Platz in unseren Schulen."

Die vielerorts geltende Corona-Impfpflicht an Schulen trifft bei der Mehrheit der US-Bürger auf Zustimmung. Eine kleine, aber laute Minderheit prangert die Impfpflicht wie auch andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie jedoch als Einschränkung der persönlichen Freiheiten an.

yb/pe

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